Dezember 2

Werbeblock

Ich muss mal einen Werbeblock einschieben.

Wer das Gefühl sonntags kennt, nach der Messe nette Gespräche zu führen und diese immer wieder abbrechen zu müssen, weil das Mittagessen & Co. wartet – und hier in Berlin wohnt – für diejenigen wollen wir einen Stammtisch initiieren. Und zwar immer am 4. eines jeden Monats, also mit wechselnden Wochentagen. Diesmal der kommende Sonntag. Beginn ist um 19 Uhr im CafeJ in der Torstraße 168. Das CafeJ ist ein selbstorganisiertes, nicht kommerzielles Cafe, welches vom EAJ getragen wird. Da muss man dann zwar selber den Tresen machen, ist dafür aber quasi in kirchlichen Räumen in einer sehr netten Atmosphäre. Wer Zeit und Lust hat – bitte vorbeikommen.

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Dezember 1

Irische Priester

Die Associatoin of Catholic Priests war mir bis eben unbekannt. Da haben sich irische Priester freiwillig zusammengeschlossen. Diese trafen sich jetzt zu einer Tagung. Hieraus ist ein Beitrag von Brendan Hoban erwachsen, der es sich lohnt zu lesen. Er listet klar auf, warum es den irischen Priestern gerade so schlecht geht – selbst wenn man etwas von der Darstellung abträgt, ist sie erschreckend genug.

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November 30

Populismus

Mal ein schönes Beispiel aus der Printpresse für Populismus gefällig? Die Überschrift lautet:

Gewalt gegen Lehrer nimmt zu

Okay. Das mag ja sein. Und dann im Text:

Bei einer am Montag vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Düsseldorf veröffentlichten Umfrage berichteten 59 Prozent der in NRW befragten Lehrkräfte von Fällen, in denen Kollegen bedroht, beschimpft, beleidigt, gemobbt und belästigt worden sein. Bundesweit klagten laut VBE-Umfrage 55 Prozent aller Pädagogen über Gewalt gegen Lehrkräfte an ihrer Schule. Ein Viertel (25 Prozent) aller Lehrer in NRW hatten Kenntnisse von psychischer Gewalt durch Schüler oder Eltern. Bundesweit waren es 21 Prozent. Acht Prozent der Lehrer bekundeten, bereits selbst tätlich angegriffen worden zu sein. Nach den Berechnungen des VBE sind landesweit 14500 Lehrer Opfer körperlicher Gewalt geworden. Zudem berichtete bundesweit jeder dritte und NRW-weit jeder vierte Lehrer von zunehmenden Fällen von Cybermobbing.

Dramatische Zahlen. An denen will ich nichts schönreden und deuteln. Aber… aber woraus ergibt sich eine Zunahme der Gewalt? Das ist alles ein status quo. Die Zahlen könnten im Vorjahr viel höher gewesen sein und es handelt sich in Wirklichkeit um eine Abnahme der Gewalt. Das oben ist nur ein Textausschnitt. Im folgenden Text kommt zu den Veränderungen aber auch nichts. Dabei lässt mich noch aufhorchen:

30 Prozent der Befragten gaben an, Übergriffe von Eltern und Schülern nicht gemeldet zu haben.

Das Thema ist seit einiger Zeit aktuell. Das mag die Anzeigebereitschaft erhöht haben. Dann gibt es mehr registrierte Straftaten selbst bei gleichbleibender Gewalt.

Ich komme aber zurück zu meiner Einleitung. Die Überschrift suggeriert etwas, was durch den Text kein Stück belegt wird. Es wird aber noch bunter, wenn man sich die Quelle mal anschaut. Die heißt aber erstmal neutral Gewalt gegen Lehrkräfte. Und wie misst sie diese Gewalt? In dem sie Lehrer befragt, ob sie glauben, ob die Gewalt gegen sie zu- oder  abgenommen bzw. gleich geblieben ist. So mag man ein Sicherheitsempfinden messen können. Um feststellen zu können, was wirklich passiert ist, taugt das ungefähr soviel, wie ein Knochorakel. Denn ob dafür mehr sensibilisiert sind, sich gegenseitig in Rage reden, angefeuert werden durch so einen Verband oder tatsächlich mehr passiert – darüber sagt das ganz leider nichts aus. Hoffentlich wollen diese Pädagogen am Ende nicht noch Medienkompetenz vermitteln.

Ach -. oben benannte Zeitung hat in der gleichen Ausgabe eine Debatte Auf welche Weise Social Media die Demokratie beeinflusst. Wenn ich mir das so anschaue, brauche ich keine Social Media für manches Desaster.

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November 29

Segen

Einer meiner Lieblingslieder ist Ihr sollt ein Segen sein von den Gospelsternen. Ich hörte das neulich und kam von dem Begriff Segnen nicht mehr los. In meiner Jugendgruppe habe ich das jetzt aufgegriffen. Es gab eine ganz kurze Einleitung, warum wir alle segnen dürfen und warum das wichtig ist. Dabei habe ich mir Gen 12,2 und Jeremia 29,7 zur Grundlage genommen.

Jeder hat auf zwei Zettel seinen Namen geschrieben, die in einen Eimer geworfen und dann zwei Namen gezogen. Zu den betreffenden Personen ist er bzw. sie hingegangen und hat um ihren bzw. seinen Segen oder ein Gebet für sich gebeten. Anfangs merkte man noch, das es vielen schwer fiel. Jemanden anderen darum bitten. Und jemandem anderen einen Segen zu spenden. Aber hei, der Heilige Geist war unter uns. Was soll das schon schief gehen! Ich hatte das Gefühl, dass es einige schon bewegt hat, vielmehr berührt hat. Eine Jugendliche meinte danach – sie glaube, es war das erste mal, dass sie jemanden gesegnet hat.

Mich hat das im Nachgang nicht mehr gleich losgelassen. Die Gesichter dabei zu sehen. Die Ernsthaftigkeit der Spendenden. Die Zufriedenheit der Empfangenden. Lasst uns mehr auf Gottes Segen vertrauen und diesen Segen anderen reichen.

 

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November 28

Walking Dead

Ich schaue gerade die Serie Walking Dead. Ja, hochkulturelle Beiträge sehen anders aus. Aber als Unterhaltung finde ich es zum Abspannen ganz nett. Und immerhin ist es dank Netflix ein Beitrag zur Sprachförderung 😉

Da musste ich vorweg schicken. Denn ich las hier einen Artikel über Viren. Unter anderem über Tollwut. Ich wusste bis dato nicht, was mit Menschen passiert, die betroffen sind. Interessant und erschreckend.

Die Geschichte mit den Zombies bei Walking Dead ist unterhaltsam, aber egal wie unrealistisch. Vielleicht sollte man eine solche Serie mal mit Tollwut drehen. Kommt dem nahe. Würde aber vielleicht mal ein Gefühl dafür vermitteln, wie die Welt aussähe, wenn ein Robert-Koch-Institut & Co. nicht bei Vogelgrippe und anderem Rabatz schlagen würden und warum eine Impfung Leben rettet und nicht nur ein Schreckgespenst der Pharmaindustrie ist.

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November 27

Digitale Demenz II

Ich hatte ja schon angefangen, mich über Manfred Spitzer und sein Buch Digitale Demenz auszulassen. Als quasi Zwischenstand etwas zum Inhalt aus dem Kapitel „Oberflächlich: Digitale Medien verringern die Verarbeitungstiefe“ (Kursivschrift ebenso im Original):

Je oberflächlicher ich einen Sachverhalt behandle, desto weniger Synapsen werden im Gehirn aktiviert, mit der Folge, dass weniger gelernt wird. Diese Einsicht ist deswegen so wichtig, weil sich digitale Medien und das Internet genau aus diesem Grund negativ auf das Lernen auswirken müssen. Zum einen führen sie – das ist mittlerweile ein Allgemeinplatz – zu mehr Oberflächlichkeit, was man schon rein sprachlich an den Begriffen der Nutzung ablesen kann: Früher wurden Texte gelesen, heute werden sie geskimt, d.h. oberflächlich abgeschöpft. Früher wurde in die Materie eingedrungen, heute wird stattdessen im Netz gesurft (also über Inhalte geleitet).

Ah ja. Also von „Allgemeinplatz“ würde ich da nicht sprechen wollen. Das ist eine blanke Behauptung und ich lese das Buch für substantielle Gründe. Der Begriff „geskimt“ kannte ich bis jetzt nur in einem anderen Zusammenhang. Aber gut, mag es auch hier geben. In meinem Umfeld werden auch Internetinhalte „gelesen“. Der Vergleich mit dem Surfen ist finde ich arg dünn. Aufgrund der schnelleren Zugriffsmöglichkeit dank juristischer Datenbanken habe ich nicht das Empfinden, dass da ein mehr an Oberflächlichkeit eingetreten ist. Aber hei, was weiß ich schon. Hoffentlich kommen in dem Buch noch valide Erkenntnisse, die mit Studien belegt sind. Das ist ja bis jetzt Gala-Niveau.

Dies ist keine graue Theorie, wie die in der Folge diskutierten Erfahrungen mit der digitalen Technik in Kindergärten und Schulen zeigen werden. Wenn ich auf einem berührungsempfindlichen Smartboard ein Wort mit der Hand von A nach B ziehe (es also nur an einen anderen Ort des Bildschirms bewege), dann ist dies so ziemlich das Oberflächlichste, was ich mit einem Wort machen kann – noch oberflächlicher, weil mit noch weniger Bewegung verbunden, wäre nur noch Copy and Paste per Mausklick.

Ein paar Seiten später zeigt ein Bild was gemeint ist. Silben wie „ess“, „glück“, „sport“ und „lauf“ in der ersten Spalte, in der zweiten Spalte Silben wie „en“ und „lich“. Die kann man zusammen setzen. Das ganze halt auf einem Smartboard. Ich kenne das auf Karteikarten, die eine Lehrerin mit Nadeln an eine Korkwand gepinnt hat. Ob das jetzt pädagogisch wertvoll ist oder nicht, kann und will ich nicht beurteilen. Ich bin kein Pädagoge. Aber den Unterschied zwischen den Karteikarten und dem Smartboard kann ich an diesem Beispiel nicht erkennen. Mag die Methode schlecht sein, okay, aber dann liegt es hier nicht an dem Smartboard.

Bis jetzt habe ich ja das Gefühl, dass die Oberflächlichkeit eher in diesem Papier-Buch als im Netz zu finden ist. Aber ich hoffe noch auf Besserung.

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November 26

Komplet

Allabendlich wird in der Komplet das Schuldbekenntnis gebetet. Es beginnt mit

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe …

Irgendwie halte ich an dieser Stelle meist an dem Teil fest Böses getan. Da findet sich immer was. Aber Gutes unterlassen? Oh je. Hätte ich heute für den Obdachlosen an der Ampel halten sollen und ihm was geben sollen? Die Frohe Botschaft beständig im Gepäck gehabt? Gebetet, wo ein Gebet möglich – und vielleicht auch nötig – gewesen wäre? Für einen Juristen ist der Begriff Unterlassen mit einer Handlungspflicht verbunden. Wo lauern überall Pflichten? Die Komplet hat diesmal etwas länger gedauert…

 

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November 25

Digitale Demenz

Ich habe gerade Digitale Demenz von Manfred Spitzer angefangen. Er hat in Psychologie mit Diplom abgeschlossen, in Medizin und Philosphie mit Promotion und wurde in Psychatrie habilitiert. Wissenschaftliche Referenz genug. Ich sah ihn in einer Sendung, in der er schon fast wutentbrannt gegen den Kontakt von Kindern mit digitalen Medien wetterte. Als alter Nerd finde ich den Einsatz von Technik gut, stehe dem aber auch nicht unkritisch gegenüber. Kinder brauchen eher einen Baum auf den sie klettern, als ein Pad an dem sie spielen. Mit dem Argument, dass ein digitaler Umgang mit Medien wichtig sei, setzen wir auch keinen zehnjährigen ins Auto, damit er lernt, besser im Straßenverkehr zurechtzukommen. Aber trotzdem muss das Thema vermittelt werden. Ich halte Programmieren für Mathe 2.0 und den Umgang mit digitalen Medien für elementar. Die Frage ist für mich nur wann und wie. Um mir meine Meinung etwas fundierter bilden zu können, schnappte ich mir dieses Buch. Vielleicht lassen medizinische Erkenntnisse da ganz neue Sichtweisen entstehen.

Ein dicker Katalog an Literaturverzeichnis lässt wissenschaftliches Arbeiten vermuten. Da es zweite Buch eines „Monothematiker“ ist (jemand, der sich nur einem Thema widmet und da zur Starrheit neigt), bin ich da gerade etwas skeptisch.

Zum Inhalt blogge ich später etwas. Was mir aber vorher schon in die Hände fiel.. In der Einführung „Macht uns Google dumm?“ wird als Beispiel für verfehlte Entwicklungen das Pedoskop herangezogen. Das waren Röntgengeräte, die in Schuhgeschäften zum Einsatz kamen. Aua. Zitiert werden zwei Medizinhistoriker – Duffin und Hayter. Diese werden in den Fußnoten 10 und 11 zitiert. Die Fußnoten sagten 10: Duffin und Hayter 1980 und 11: Duffin und Hayter 2000. Als Jurist habe ich ja eine Abneigung gegen die Harvard Notation, hier zeigt sich mal wieder warum. Im Literaturverzeichnis findet sich nur ein Duffin und Hayter 2000. 1980 Fehlanzeige. Hätteste mal eine anständige Literaturverwaltung benutzt, dachte ich mir so, statt nur über EDV abzulästern, wäre Dir das nicht passiert. Klappt sogar schon unter LaTeX bestens. Und hätteste mal nicht nach Harvard-Stil zitiert, hätten wir jetzt einen Titel, dann könnten wir die Quelle leichter finden. Aber gut, vielleicht ein Zufallstreffer, Fehler passieren.

Im Kapitel „Oberflächlich: Digitale Medien verringern die Verarbeitungstiefe“ wird Noam Chomsky mit dem Satz zitiert:

In einem Tweet oder Internetbeitrag kann man nicht viel sagen. Das führt mit Notwendigkeit zu mehr Oberflächlichkeit.

Bei Twitter würde ich sagen – ja, das ist systemimmanent. Da müssen die Sachen kurz und knapp auf den Punkt gebracht werden. Aber Internetbeiträge? Schaue ich also in die Fußnote 4 nach, werde hinten (nun ja Endnoten, nicht Fußnoten) auf Chomsky 2012, S. 29 geleitet. Das Literaturverzeichnis sagt – The univesal man. News Scientist 213 (2856; 17. 3. 2012): 28-29. Okay, über die Uni komme ich zumindest Online scheinbar nicht daran. Aber aus Neugier über den Autor blätter ich so ein wenig rum. Und stoße auf seine eigene Seite mit seiner Bibliographie. Entweder weiß Chomsky nicht mehr, was er alles schrieb oder es ist der zweite Zitatfehler. Denn in seiner Bibliographie kann ich zumindest diesen Aufsatz nicht finden.

Für mich dienen Fußnoten in wissenschaftlichen Texten primär der Angabe von Quellen. Okay, da können weiterführende Angaben drin sein, die im laufenden Text stören. Aber erstmal impliziere ich damit eine Quelle. Vielleicht bin ich mit dieser Ansicht alleine. Aber ich schlage nicht jede Fußnote nach (erst Recht nicht Endnote), sondern für mich fühlt sich das so an wie – hei, das hat sich nicht der Autor ausgedacht, sondern dahinter steckt eine Quelle. Anführungsstriche gibt es nur bei wörtlichen Zitaten und jedenfalls in juristischen Texten lernte, die eher zu meiden. Stattdessen formuliert man die mit eigenen Worten und zeigt durch die Fußnote und Quelle an, dass man sich der Idee einer oder eines anderen bediente. Kapitel „Ein Laptop für jeden Schüler“

Im Internet wird mehr gelogen und betrogen als in der wahren Welt, und man benimmt sich dort auch öfter daneben.

Uh, dachte ich mir. Wer hat das denn bitte wie rausbekommen? Auf die Studie bin ich gespannt. Blätter, blätter, Fußnote 10:

Dies wird in den folgenden Kapiteln noch dargelegt.

Ne Herr Prof. Dr. Dr. Spitzer. So wird das nichts mit uns beiden. Nun gut, ich bin tapfer und werde noch weiterlesen. Hoffentlich wird es besser.

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November 24

Licht aus

In Düsseldorf hatte der dortige Oberbürgermeister Thomas Geisel den Schneid, einer Dügida-Demonstration im Januar 2015 das Licht auszuschalten. Öffentliche Gebäude wie Rathaus, Rheinturm oder Schlossturm wurde die Beleuchtung abgedreht. Bürgern und Geschäftsleuten wurde nahegelegt, es ihm gleichzutun. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat – entgegen dem erstinstanzlichem Urteil – entschieden, dass dies rechtswidrig war. Er habe damit das Neutralitätsgebot verletzt.

Ich habe hohen Respekt vor diesem Mann und kann mich für seine Aktion nur bedanken. Gleichfalls ist das Urteil richtig. So sehr ich *gida ablehne, kann außerhalb des Strafrechts, des Versammlungsrechts oder eines Vereins- bzw. Vereinsverbots nicht möglich sein dürfen, sich an dieser Stelle zugunsten wie zulasten einer Organisation einzusetzen. Aber, ja, jetzt kommt das aber. Das bindet den Staat. Nicht die Bürger. Wenn die Geschäfte, Bürger und Kirchen, an denen so ein Demonstrationszug vorbei läuft, die Lichter ausschalten, sorgen sie für ein starkes Zeichen und ein (politisch) besseres Klima.

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November 23

Social Bots

Die Angst geht wieder um. Leider auf der falschen Seite. Mich treibt die Sorge vor staatlicher Überwachung um, andere, dass andere das Wahrheitsministerium knacken. Das Stichwort lautet Social Bots. Und mit sollte man da anders ran, als mit dem Strafrecht.

Einen Ansatz, strafrechtlich aktiv zu werden, sieht Robra im Paragrafen 303a des Strafgesetzbuches. Hier ist festgelegt, dass jemand, der rechtswidrig Daten „löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert“ mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe zu bestrafen ist. Auch das Programmieren eines Roboters, der vortäuscht, ein Mensch zu sein, sieht Robra als strafrechtlich relevant an.

Es dürfte sich erübrigen zu schreiben, zu welcher Partei Rainer Robra gehört. Das Programmieren von Robotern, die vorgeben, ein Mensch zu sein, ist strafbar oder soll es werden. An den dort aufgeführten Listen hier kann sich die Staatsanwaltschaft dann mal demnächst anfangen abzuarbeiten. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen:

1984 was not supposed to be an instruction manual.

 

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