März 31

Oral- und Mundkommunion

Ich habe gerade auf kath.net während des Mittagessens ein wenig gestöbert. Und da viel mir zum wiederholten male die Anzeige des FE-Medienverlags zum Werk von Monika Winter Handkommunion oder Mundkommunion – ein Denkanstoß zum Empfang der heiligen Eucharestie auf. Okay, ich habe mir die Frage so in der Schlange stehend auch schon so einige male gestellt. In der St. Hedwig Kathedrale sah ich bei einem Gottesdienst, wie sich eine junge Frau vor den Priester kniete, um die heilige Eucharestie in Form der Mundkommunion zu empfangen. Dem Priester ging ein seelige Lächeln über das Gesicht. Okay, also schließt sich die Frage auch an – stehend oder kniend.

Dabei fällt mir dann immer der Blogeintrag von Bruder Lukas ein. Und ich muss immer an die Schnapper und die Frösche denken 😉

Die Bibelstellen die von den Verfechtern der Mundkommunionisten (wie auch immer die heißen mögen) zitiert werden, überzeugen mich nicht. Im Übrigen: Hat Jesus auf das letzte Abendmahl vorher dergestalt hingewiesen, dass er über die Form sprach? Und hat er den Aposteln das Brot in den Mund gelegt? Es klingt komisch und im es steht nicht in der Schrift. Das es da nicht steht, hat für mich auch einen klaren Grund – entweder war es den Verfassern so klar, dass sie es nicht erwähnenswert fanden (wer legt anderen Essen in den Mund? das wäre erwähnt worden) oder es wurde diesem keine Bedeutung beigemessen. Dann gibt es auch kein besser oder schlechter, sondern zwei gleichwertige Formen.

Im Übrigen: Die Mundkommunion stammt aus einer Zeit vor dem zweiten Vatikanum. Da trugen die Priester noch Handschuhe. Vielleicht für den Fall, dass doch mal einer zu früh zuschnappt.

 

 


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Veröffentlicht31. März 2010 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt