April 30

Burka-Verbot

Belgien hat geschafft, Frankreich bereitet sich darauf vor: Das Burkaverbot. Was soll das?

Zunächst einmal reden wir ganz schön viel über eine lächerliche Minderheit. Sie gefährdet keinen – oder kennt jemand solch einen Fall?

Angeführt wird der Schutz der Frau. Klingt gut. Aber unglaubwürdig. Trägt eine Frau die Burka freiwillig, wird in ihr Persönlichkeitsrecht eingegriffen. Ich möchte mir meine Kleidung nicht vorschreiben lassen. Trägt sie es unfreiwillig, frage ich mich, was man denn erwartet. Das Männer, die das Sagen haben, umdenken? Frauen sich ohne Gesichtsschleier gegen sie durchsetzen werden? Werden sie dann von ihren Familien noch rausgelassen?

Oder man wendet sich gegen extremistischen Islam. Oder gegen den Islam? Kopftuchverbotsdebatten haben wir ja auch regelmäßig. Leidenschaftlich auch von denen geführt, die Religion abschaffen ins Private drängen wollen. Die Religion wird so privat, dass in die privaten Kleidungsgegenstände wie Kopftuch eingegriffen wird. Wer den Gleichheitsgrundsatz beachtet muss natürlich auch konsequenterweiser Ordenstracht, römischen Kragen oder das Tragen des Kreuzes verbieten. Ist die Burka-Debatte jetzt der Beginn eines Kampfes gegen Religion an sich oder gegen den Islam? Glaubt wirklich jemand, dass Eingriff in Bekleidung ein Umdenken bringen? Ich bin überzeugt davon, dass nicht. Es wird die ablehenden Haltung gegen den „Westen“, die „Christen“, gegen „What-ever“ nur noch stärken. Den „die“ bringen ihre Gesetze gegen uns in Stellung. Da, bei der Burka, die eigentlich keiner trägt, fängt es an; morgen wird es das Kopftuch sein, übermorgen die Moschee. So oder so ähnlich stelle ich mir eine Steilvorlage vor. Sie richtet sich zahlenmäßig gegen fast niemanden, liefert aber gutes Material.

Ach so – zum Thema aus der Geschichte lernen: Haben Verbote in den Anfängen der Christenheit etwas gebracht? Führen die Verbote in China etwas? Wozu führt die Freiheit bei uns? Mir kommt es eher so vor, als ob ein solches Verbot fördert statt schützt..

Gegen Extremismus ist kein Kraut gewachsen? Doch. Religionsunterricht. Das würde den Koranschulen das Wasser abgraben. Aus gutem Grund hat man auch und gerade für Religionslehrer eine staatlich kontrollierte Ausbildung eingeführt und den Unterricht als Koorperation zwischen Staat und Kirche verwoben. Gemäßigte Lehrer könnten bei der Erziehung der Kinder beteiligt sein. Und wenn sie tagsüber bereits den Religionsunterricht besuchten, ist das Bedürftnis nach einer zusätzlichen Koranschulen bei vielen sicherlich geringer.

Ach so ja, hat man in Berlin einführen wollen. Wurde aber durch eine lügenreiche Kampagne der SED PDS Die Linke verhindert.

Katgeorie:frisch aufgeschnappt | Kommentare deaktiviert für Burka-Verbot
April 28

Aygül Özgan – so wahr mit Gott helfe

Aygül Özgan ist die erste muslimische Minister in diesem unserem Lande. Die Wellen kochten erwartungsgemäß hoch, als sie sich für die Entfernung von religiöse Symbole aus den öffentlichen Schulen aussprach. Ein medialer Gau, bei dem mir doch Zweifel an der Ministerqualitäten aufkommen. Nicht wegen des Inhalts. Darüber kann man diskutieren und irgendwie war da ja auch mal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Meine Zweifel an den Ministerqualitäten bestehen nur in der klaren Vorhersehbarkeit des daraus entstandenen Wirbels.

Jetzt wird die Diskussion aber noch interessanter: kath.net berichtete, dass Özgan die Eidesformel mit der religiösen Beteuerung „so wahr mit Gott helfe“ sprach. Meine erster Reflex war – und, schön, dass sich wieder mal ein Politiker auf Gott besinnt. Bei meinem eigenen Amtseid waren wir mit der religiösen Eidesformel in der ganz klaren Minderheit.. (okay, in Berlin). Tja, aber kann den eine Muslima auf den Gott schwören? Wer ist denn der Gott des Grundgesetzes? Wer jetzt glaubt, die Trennung von Staat und Kirche reiche soweit, dass das Grundgesetz gottlos sei, der möge bitte einen Blick in die Präambel werfen. Das dies der Gott der Christen ist, dürfte im Kontext klar sein. Aber können Juden und Muslime auch von Gott sprechen? Meinen sie einen anderen oder den gleichen? Zumindest wer bei Juden von einem anderen Gott spricht, hat noch dringend Nachholbedarf. Bei Muslimen sehe ich die Selbstverständlichkeit, mit der manche von dem Einen ausgehen, kritisch. Wie verhielte es sich mit Mormonen, Zoroastrier.. oder gar Polytheisten?

Nun hat auch die Bistum Essen Stellung bezogen und darauf hingewiesen, dass der islamische und christliche Gott nicht gleichzusetzen sei. Soweit würde ich da ja auch zustimmen… aber hallo, heißt das jetzt, Muslime dürfen die religiöse Beteuerung nicht sprechen? Das wird verfassungsrechtlich doch dann bald lustig. So ein Kommentar kann auch ganz schnell zum Schuß ins Knie werden, der beide Beine mitnimmt. Bei dem Angebot auf eine Beteuerungsformel sehe ich keinen Verstoß gegen die Trennung von Staat und Kirche. Finge man aber darüber zu diskutieren, wer diese sprechen darf und wer nicht, liefe das doch darauf hinaus, dass der Staat fragen müsse, ob man (rechtsgläubiger? haha) Christ sei. Juhu. Dann wird es fix gehen, bis Karlsruhe diese streicht. Damit werden wir uns keinen Gefallen tun.

Unabhängig davon, dass ich dem Bistum Essen inhaltlich recht gebe: so wahr mit Gott helfe ist eine individuelle Entscheidung des Betreffenden und seiner / ihrer Beziehung zu Gott. Da ist Glaube doch mal Privatsache. Für mich steht da erst einmal die Freude über gelebten Glauben. Und dann fragen sprechen wir über den Rest. Außerhalb einer Beteuerungsformel.

Nachtrag: Woran auch immer es liegt – Die Welt berichtet von einer positiven Reaktion der beiden Kirchen auf den Amtseid von Özgan. Beruhigend, vielleicht hat sich manch einem im Gebet die Chancen auf ein friedvolles Miteinander erschlossen. Sowohl hier – als auch in Ländern wie der Türkei, die erheblichen Nachholbedarf in Fragen der Religionsfreiheit haben.

Katgeorie:frisch aufgeschnappt | Kommentare deaktiviert für Aygül Özgan – so wahr mit Gott helfe
April 27

Hauptproblem der Kirche

In der Welt habe ich gerade den Artikel Kirchenkrise: Skandale sind nicht das Hauptproblem der Kirche gelesen. Vollste Zustimmung. Genau da müssen wir ansetzen. Dringend. Das soll natürlich nicht heißen, dass über die Skandale hinweg gegangen wird. Aber wir brauchen endlich eine Diskussion, worin unsere Probleme liegen. Dabei bedarf es einer breiten und ständigen Diskussion. Warum geht es hier den Großkirchen schlecht; in vielen anderen Ländern aber gut – dabei auch zivilisierte wie Amerika.

Die Antwort es läge an der Aufgeklärtheit Europas vermag mich nicht zu befriedigen. Will man den USA das absprechen? Und warum findet dann die Sinnsuche im Bereich Esoterik, asiatische Religionen & Co. statt?

Eine Initiative wie Wir sind Kirche bringt uns auch nicht vorwärts: Die katholische Kirche in eine evangelische umzubauen kann schlechthin nicht die Lösung sein – denn dort läuft es auch nicht wirklich besser.

Ich glaube wir kranken am Glauben und an seiner Vermittlung. Wir sind keine Wertegemeinschaft. Wir sind auch keine Organisation für soziale Dienste. In aller erster Linie sind wir eine Glaubensgemeinschaft. Wir brauchen mehr innerkirchliche Mission (Alpha-Kurs?). Aus diesem Glaube heraus, ergeben sich Werte, hieraus ergibt sich soziales Engagement. „Nur“ Werte schreibt sich jedes humanistisches Etwas auf die Fahnen. Wir sind von Gott beseelt. Das muss wieder in den Vordergrund gerückt werden. Für den Rest wie Werte und soziales Engagement vertraue ich dann voll auf das Wirken des Heiligen Geistes.

Katgeorie:frisch aufgeschnappt | Kommentare deaktiviert für Hauptproblem der Kirche
April 26

Gedanken zum Zölibat

Ich las vorhin über einen Tweet von Bruder Paulus einen lesenswerten Artikel in der SZ zum Thema Zölibat. Ein Thema, dass derzeit wieder stark im Gespräch ist. Ein paar Gedanken dazu:

  • Zwang zum Zölibat: Den Begriff Zwang in diesem Zusammenhang finde ich schon etwas eigentümlich. Wird jemand gezwungen, Priester zu werden? Nein. Wird dann jemand zum Zölibat gezwungen? Es gibt auch andere Berufe, die einen Zugangsregelung zum Beruf haben. Wer Mediziner werden will, muss, muss Abitur machen, drei Staatsexamina ablegen etc. Hier geht es nur um die Qualifikation? Ja, Priester ist eine Berufung, die mehr als nur das Handwerkszeug eines Theologiestudiums erfordert. Der Zölibat ist (nur) ein Teil davon.
  • Es gibt keine Grundlage in der Bibel: Jein. Beide Seiten lassen sich biblisch begründen. Gerade die Berufung auf die Apostelgeschichte findet nur bedingt meine Zustimmung, das ist kein Wort Jesus, sondern das seiner Apostel. Mat 19,12 ist Jesus Ansicht dazu.
  • Andere Kirchen machen vor, dass es ohne geht. Ja, und die katholische Kirche macht vor, dass es mit geht…
  • Zölibat fördert sexuelle Vergehen: Zum Einen finden die meisten Delikte im nicht-zölibatären (sondern im familiären) Bereich statt. Zum Anderen ist die sexuelle Orientierung nach derzeitigem Stand der Erkenntnis zu einem Zeitpunkt festgelegt, zu dem man noch nicht das Priesterseminar beginnt. Das steht aber unabhängig von der Frage, wie mit Tätern und Opfern sträflichst in der Vergangenheit umgegangen wurde (und hoffentlich nicht mehr wird). Dieser Umgang ist aber kein Problem des Zölibats. Zu meinen, Bei dem Irrglauben, Ansehensverlust durch Vertuschung vermeiden zu wollen, liegt der Fehler an einer anderen Stelle.
  • Priester müssen als Seelsorger auch Eheberatung und Kinderarbeit leisten. Als zölibatär Lebende sind sie dazu nicht in der Lage. Zunächst einmal hieße ja eine Aufhebung des Zölibats nicht, dass alle heirateten. Ferner: Wer fragt Lehrer, ob sie verheiratet sind und Kinder haben und spricht Ihnen Ihre Lehrqualität ab? Fragt man Ehetherapeuten danach? Kindergärtnerinnen?
  • Ordens- und Weltpriester: Die wünschte ich mir in der Diskussion gerne getrennt. Die Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam sind für mich mit dem Begriff Orden eng verbunden (auch wenn eine Gemeinschaft wie Chemin Neuf ein neues interessantes – und lobenswertes – Modell aufzeigt). Am deutlichsten fällt mir dies bei Heiner Geißler auf, dem ich sonst sehr zugeneigt bin. Wenn er als ehemaliger Jesuit den Zölibat kritisiert, wünschte ich mir diese Trennung.
Katgeorie:frisch aufgeschnappt | Kommentare deaktiviert für Gedanken zum Zölibat
April 26

Ungläubige

Ich habe gerade den Podcast Die Wiederkehr des klassischen Atheismus? Das unsterbliche Gerücht von der Existenz Gottes gehört. Dieser erschien im Bayerischen Rundfunk unter der Rubrik Katholische Welt.

Die lieben Atheisten. Menschen also, die nie Glauben erfahren haben. Aber über den Glauben anderer reden. Blinde erklären hier – teils mit flammender – Rede, dass es Farben nicht gibt und nicht geben dürfe. Zu oft erlebe ich dabei auch die Argumentationskette: Ich weiß zwar nicht so richtig was Farben sind und ich habe auch keine Ahnung davon, aber das es sie gibt, ist ein Märchen. Reinster Blödsinn. Auch was in der Bibel steht, ist Schmarn. Schon mal reingeschaut – nein, natürlich nicht, so einen Unfug lese ich nicht.

Kommt Dir das irgendwie bekannt vor? Frei nach Luk 23, 34: Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, wovon sie reden. (Und ja, es gibt auch Atheisten, die Glauben respektieren, gefühlt treffe ich nur auf so wenige.)

Ich hatte jetzt ein Gespräch, in dem mein Gesprächspartner versuchte den Glauben (seinen Glauben vielmehr) statistisch darzulegen. Er habe sich überlegt, ob es wahrscheinlicher sei, dass es Gott gebe oder nicht. Wenn ja, sei es wahrscheinlicher, dass es Jesus gebe oder nicht und vor allem, ist die Wahrscheinlichkeit, dass seine Wunder so wie in den Evangelien geschehen sind, größer, als dass es nicht so war.

Nun ja. Zunächst einmal begegne ich der Wahrscheinlichkeitsrechnung nach zwei Semestern Statistik mit großem Respekt und Zurückhaltung. Ich halte es dabei für sehr wahrscheinlich, Wahrscheinlichkeiten falsch zu berechnen.

Glauben ist eine Erfahrung. Diese Erfahrung muss gefühlt werden. Zu versuchen, diese in Zahlen und Formeln zu packen, funktioniert nicht. Es gibt Sachen, die sind statistisch / mathematisch nicht greifbar. Auch wenn das Beispiel in diesem Zusammenhang eigentümlich erscheint – wann Musik so klingt, dass es ein „Hit“ wird, lässt sich nicht berechnen.

Glaube ist – unberechenbar.

Unberechnenbar schön.

 

 

Katgeorie:frisch aufgeschnappt | Kommentare deaktiviert für Ungläubige
April 24

Mixa – Notbremse

Mal ein Wort zu Bischof Mixa: Ich habe jetzt auf kath.net einen Bericht über Bruder Paulus Terwitte über sein Interview im Domradio gelesen. Das hat mich doch noch mal ein wenig nachdenklich gestimmt.
Als die Behauptungen aufkamen, Mixa hätte geschlagen, sprach ich mich noch für die Unschuldsvermutung aus. Daran halte ich auch fest. Die mediale Verurteilung ist falsch. Die Aufgabe der Medien ist es zu berichten, nicht zu richten. Dafür haben wir Richter. Diese können die Zeugen vernehmen, Glaubwürdigkeit einschätzen, den Angeklagten hören. Genauso wie ich mir damals vorstellen konnte, dass Mixa Gewalt ausgeübt hat, hätte ich mir auch vorstellen können, dass einige besondere Freunde dieses Bischofs die Gelegenheit beim Schopfe greifen, ihn abzusägen. Nicht das ich Mixa eine Träne nachweinte, aber das kann es auch nicht sein. Waren die Zeugen tatsächlich Opfer, stünde es aber auch nicht zu, sie zu diskreditieren. Wie auch immer, außer den Beteiligten (die Presse war seinerzeit ebenso beteiligt wie Du und ich) weiß es keiner. Und damit gilt der alte Satz: Wenn man keine Ahnung, Schnauze halten.
Soweit so gut.
Dann musste Mixa aber eingestehen, geschlagen zu haben. Und damit war das Fass übergelaufen.
Ja, Schläge mögen seinerzeit normal gewesen sein. Aber war Bischof Mixa hat gelogen. Der Skandal kocht schon einige Zeit. Da hätte ihm klar sein müssen, dass – wie auch sonst aber jetzt erst recht – Offenheit gefragt ist. Aber Mixa ist seit Jahren abgehoben und von nicht zu ertragenem Hochmut getragen. Der notwendige Fall kam jetzt.
Hat Mixa durch seine Entschuldigung nicht ein Recht auf Vergebung? Ja, hat er. Aber das setzt Reue voraus. Die Gewalt mit dem Begriff Watschen klein zu reden, zeugt nicht von Reue. Im Gegenteil, es zeugt davon, dass er immer noch nichts verstanden hat.
Jetzt las ich mehrfach den Vorwurf, Mitbrüder wie Erzbischof Zollitsch und Marx hätten durch ihre öffentliche Rücktrittforderung der Kirche geschadet. So etwas müsse man hinter verschlossenen Türen machen (wenn überhaupt). Zunächst einmal können diese Kritiker nicht sagen, was zuvor hinter verschlossenen Tür lief und nicht gefruchtet hat. Zum Anderen haben diese Kritiker immer noch nicht verstanden, was unsere Kirche in eine solche Krise gestürzt hat. Es sind gerade die verschlossenen Türen. Missbrauch ist ein schreckliches Verbrechen. Missbrauch gibt es aber überwiegend in Familien, aber auch in jedem Sportverein. Warum hat es die Kirche dann so getroffen? Das institutionelle Schließen der Türen gepaart mit hohem moralischen Anspruch hat uns dahin geführt wo wir jetzt stehen. Die Erzbischöfe Zollitsch und Marx haben der Kirche nicht geschadet, sie haben eine Notbremse gezogen. Im Übrigen musste der immer wieder auf Hochgeschwindigkeit gegen eine Mauer rasende Mix – Treibstoff waren Sachen wie Geldkoffernan der Grenze, Apfelkuchenbäckerin, Gebärmaschinen, sexueller Revolution mehr als höchste Eisenbahn – dringend gebremst werden. So sieht kein Hirte des Herrn aus.
Möge uns der Herr mit Hirten segnen.

Katgeorie:Amtskirche | Kommentare deaktiviert für Mixa – Notbremse
April 22

Rosenkranz

Nach einigen Gespräche über den Rosenkranz habe ich versucht, eine Anleitung im Netz wiederzufinden. Die ist mir vor längerer Zeit beim Surfen in die Hände gefallen und gefiel mir sehr gut. Das Suche verlief erst erfolglos, bis ich zu Hause die latenische Variante auf totem Baum wiederfand (in einem Buch, sehr sinnig, wer weiß, in welchem die deutsche steckt). Dann fand ich diese Variante wieder. Aber leider ist der Autor auf irgendso einen flash-foo umgefallen und hat den nicht richtig produziert. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, die Teile auf eine DIN-A-4-Seite flächendeckend auszudrucken. Aber wie so oft, alles läuft gut bis der Mensch ins Spiel kommt… Das gute Stück gibt es auf der Seite auch als Word-Dokument (OpenOffice wäre natürlich netter) – was auch nicht half. Aber die dort ebenfalls zu findende pdf-Variante brachte endlich das gewünschte Druckergebnis.

Ach so, in deutsch gibt es die Anleitung natürlich auch. 😉

 

 

Katgeorie:Glaubenspraxis | Kommentare deaktiviert für Rosenkranz
April 21

Warnung vor dem Alpha-Kurs!

Aus aktuellem Anlass muss ich vor der Teilnahme an einem Alpha-Kurs dringend warnen:

Es besteht die akute Gefahr, zum Glauben zu finden, neu zu finden, zu vertiefen oder ganz neu zu erleben. Wer sich also nicht des Risikos aussetzen will, gläubig zu werden, sollte den den Alpha-Kurs dringend meiden. Zumindest sollte der Kursabbruch vor dem Alpha-Wochenende erfolgen.

Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen steht Ihnen Ihr Priester (oder diese Homepage) sicherlich gerne zur Verfügung.

Katgeorie:Glaubenspraxis | Kommentare deaktiviert für Warnung vor dem Alpha-Kurs!
April 19

Alpha Kurs VI

Für zwei Abende muss ich leider mit dem Blog aussetzen. Das Thema Wie führt uns Gott? habe ich zwar besucht, in der darauf folgenden Woche konnte ich am Alpha-Kurs aber nicht teilnehmen. Zwischenzeitlich habe ich das Alpha-Wochenende er- und durchlebt und bin davon noch durchdrungen. Hierüber wird es zeitnah den einen oder anderen Beitrag geben.. Vielleicht liest ja auch jemand aus dem Kurs mit und hat Lust, die beiden Abende zu ergänzen 🙂

 

Katgeorie:Glaubenspraxis | Kommentare deaktiviert für Alpha Kurs VI
April 6

Alpha Kurs V

Aufgrund des Gründonnerstag fand der Alpha-Kurs diese Woche am Mittwoch statt. Zuvor gab es deshalb keine Gemeinschaftsmesse, sondern eine „normale“ Messe. Auch wenn mir die „reguläre“ Liturgie an sich gefällt, bin ich den Anpassungen durch die Gemeinschaft Chemin Neuf sehr zugeneigt. Und ohne es richtig benennen zu können, passt es irgendwie besser zum Alpha-Kurs. Vielleicht weil der Alpha-Kurs nicht die klassische Katechese darstellt.

Der Kurs begann wie üblich mit einem gemeinsamen Abendessen. Die Küche ist richtig Osten gewandert; eine leckere Pfanne aus Bambus, Tofu, Sojasprossen und anderen leckeren Zutaten. Beim Abendessen wurde schon deutlich, dass die Anzahl der Teilnehmer rapide abgenommen hat. Ob dies an den bestehenden Osterfeiertagen liegt oder Teilnehmer dauerhaft ausgestiegen sind, wird sich dann noch zeigen.

Wie im letzten Beitrag beschrieben wurden die Themen getauscht, so dass wir diesmal Warum und wie bete ich behandelten. Hier liegt ein Kern eines jeden Gläubigen. Wann hast Du das letzte mal gebetet? Betest Du? Fragst Du Dich, was das mit dem Beten überhaupt soll?

Der Vortrag wurde von unserem Kleingruppenleiter gehalten. Der Vortrag ist gut, ich verweise aber wie in den Beiträgen zuvor auf den Inhalt des Buches Fragen an das Leben von Nicky Gumbel, welcher de facto Autor des Vortrags ist. Das Gebet ist die Möglichkeit, mit Gott in Kontakt zu treten. Es wird dabei eine sehr spannende Frage gestellt: Warum soll ich meine Sorgen, meine Nöten, meinen Dank und meine Bitten vor Gott tragen? Weiß dieser nicht sowie so alles? Schaut niemand tiefer in mich hinein als Gott, der Herr?

Das ist schon richtig. Aber das Gebet ist die Form, wie wir mit Gott ins Gespräch kommen. Die kritische Selbstreflektion, die im Gebet mündet, erlaubt uns Sorgen vor Gott zu bringen. Wir können dabei das Vertrauen und die Gottes empfangen und genießen. Sowie wir auch einem guten Freund von unseren Sorgen berichten (und vielleicht auch ein zweites mal, obwohl er sie schon kennt), berichten wir auch Gott. Bei Gott dürfen wir hoffen, dass das Gebt erhört wird und er sich unser annimmt. Warum ein Gebet erhört wird und ein anderes nicht, bleibt Gottes Geheimnis. Wir sind zu klein, um dieses in ganzer Fülle zu durchdringen. Gumbel zitiert ein Interview mit Grahams Frau, die sagte, sie sei froh, dass der Herr nicht alle Gebete erhört hat. Sie hätte sonst den falschen geheiratet. Und das gleich mehrfach.

Mir kam es nur im Buch aber nicht im Vortrag so vor, als sei würde das freie Gebot besonders hervorgehoben; das tradierte Gebet dagegen als weniger wertig betrachtet. Vielleicht habe ich das Buch da auch missverstanden. Den Ansatzpunkt haben wir jedoch in der Kleingruppe aufgegriffen. Dabei kamen wir auch auf den Rosenkranz zu sprechen. Hierzu möchte ich mich an dieser Stelle kurz halten, dazu möchte ich noch mal einen eigenen Beitrag schreiben. Soviel nur: Der Rosenkranz schreckt von außen betrachtet sicherlich leicht ab. Wer den Mut hat, darin einzutauchen, wird Schätze finden. Der Meeresgrund ist regelrecht gefüllt damit.

Ein weiterer Punkt war die Frage, ob sich Gebete erhört wurden; was von allen Teilnehmern bejaht wurde.

Wie wird gebetet? Im Rahmen des Vortrags sprach auch ein Gemeindemitglied, der berichtete, er habe sich in seinem Schlafzimmer eine Gebetsecke eingerichtet. Eine Marienfigur und eine Kerze schmücken diese Ecke, in der allmorgentlich sein Gebet verrichtet. In der Kleingruppe wurde von den Teilnehmern, die regelmäßig beten, berichtet, wie das Gebet in den Alltag integriert wird. Interessant fand ich dabei die gemeinsame Erfahrung, dass weniger Beten nicht nur von Gott entfernt. Es wirkt sich auf das Leben aus, es fehlt etwas. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein 😉 Ebenso konnte die Erfahrung geteilt werden, dass es auch Zeiten gibt, in zwar gebetet wird, das Gebet kraftlos ist, keinen Kontakt schafft. Vielleicht liegt es gerade an einem schlechten Tag. Vielleicht ist es auch eine Phase oder Durststrecke. Das gehört wie zu jeder Beziehung dazu. Es kann aber die Chance sein, eventuell aufkommende Routine zu durchbrechen und gestärkt daraus hervor zu gehen.

Am Ende wurde gebetet; in einer für mich neuen Form: gegenseitiges Beten. Man stellt seinem Nachbar vor, wofür man sich ein Gebet wünscht. Der- bzw. diejenige trägt dieses Anliegen im offenen Gebet vor Gott. Hierzu muss man bereit sein, sich nicht nur vor Gott, sondern auch vor anderen etwas öffnen. Interessant war dabei aber auch die Erfahrung, sein Anliegend Dritten gegenüber zu offenbaren und Anliegend Dritter in ein Gebet zu formulieren. Das war spannend!

 

 

Katgeorie:Glaubenspraxis | Kommentare deaktiviert für Alpha Kurs V