April 30

Burka-Verbot

Belgien hat geschafft, Frankreich bereitet sich darauf vor: Das Burkaverbot. Was soll das?

Zunächst einmal reden wir ganz schön viel über eine lächerliche Minderheit. Sie gefährdet keinen – oder kennt jemand solch einen Fall?

Angeführt wird der Schutz der Frau. Klingt gut. Aber unglaubwürdig. Trägt eine Frau die Burka freiwillig, wird in ihr Persönlichkeitsrecht eingegriffen. Ich möchte mir meine Kleidung nicht vorschreiben lassen. Trägt sie es unfreiwillig, frage ich mich, was man denn erwartet. Das Männer, die das Sagen haben, umdenken? Frauen sich ohne Gesichtsschleier gegen sie durchsetzen werden? Werden sie dann von ihren Familien noch rausgelassen?

Oder man wendet sich gegen extremistischen Islam. Oder gegen den Islam? Kopftuchverbotsdebatten haben wir ja auch regelmäßig. Leidenschaftlich auch von denen geführt, die Religion abschaffen ins Private drängen wollen. Die Religion wird so privat, dass in die privaten Kleidungsgegenstände wie Kopftuch eingegriffen wird. Wer den Gleichheitsgrundsatz beachtet muss natürlich auch konsequenterweiser Ordenstracht, römischen Kragen oder das Tragen des Kreuzes verbieten. Ist die Burka-Debatte jetzt der Beginn eines Kampfes gegen Religion an sich oder gegen den Islam? Glaubt wirklich jemand, dass Eingriff in Bekleidung ein Umdenken bringen? Ich bin überzeugt davon, dass nicht. Es wird die ablehenden Haltung gegen den „Westen“, die „Christen“, gegen „What-ever“ nur noch stärken. Den „die“ bringen ihre Gesetze gegen uns in Stellung. Da, bei der Burka, die eigentlich keiner trägt, fängt es an; morgen wird es das Kopftuch sein, übermorgen die Moschee. So oder so ähnlich stelle ich mir eine Steilvorlage vor. Sie richtet sich zahlenmäßig gegen fast niemanden, liefert aber gutes Material.

Ach so – zum Thema aus der Geschichte lernen: Haben Verbote in den Anfängen der Christenheit etwas gebracht? Führen die Verbote in China etwas? Wozu führt die Freiheit bei uns? Mir kommt es eher so vor, als ob ein solches Verbot fördert statt schützt..

Gegen Extremismus ist kein Kraut gewachsen? Doch. Religionsunterricht. Das würde den Koranschulen das Wasser abgraben. Aus gutem Grund hat man auch und gerade für Religionslehrer eine staatlich kontrollierte Ausbildung eingeführt und den Unterricht als Koorperation zwischen Staat und Kirche verwoben. Gemäßigte Lehrer könnten bei der Erziehung der Kinder beteiligt sein. Und wenn sie tagsüber bereits den Religionsunterricht besuchten, ist das Bedürftnis nach einer zusätzlichen Koranschulen bei vielen sicherlich geringer.

Ach so ja, hat man in Berlin einführen wollen. Wurde aber durch eine lügenreiche Kampagne der SED PDS Die Linke verhindert.


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Veröffentlicht30. April 2010 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt