Juli 26

Nagelprobe bestanden – nix neues

Es gibt so typische Nagelproben: Willst Du beispielsweise wissen, wie weit es mit der Friedenspartei SED PDS LINKE gediehen ist, lässt man einfach mal den Satz fallen, die Bundeswehr hätte die NVA überrollt (spielt IMO überhaupt gar keine Rolle ob dem so sei). Von entscheidender Bedeutung für so eine Fragestellung ist, dass man sich ausreichend Popcorn zur Seite gelegt hat, um das anschließende Spektakel genießen zu können. Soviel also zu der Partei die gegen jeden Krieg ist. Ein weniger beschauliche Veranstaltung (also eher Sandsack zum Agressionsabbau zur Seite legen) stellt es dar, wenn man die Ausländerfreundlichkeit mal hier und da testet. So beim gemütlichen Grillabend oder so. Rezept: Ich finde, die Muslime sollten Bauplatz in der Fläche für Moscheen bekommen, wie er in der jeweiligen Kommune auch für Kirchen verbaut wurde. Nein, das sehe ich nicht so. Aber es ist erschreckend zu sehen, wie schnell sich selbst bei liberalen Geistern bei einem solchen Thema brauner Sumpf breit macht.

Fast langweilig mutet es da an, dass Jesuiten so etwas nicht passiert. Erwartungsgemäß wird fein argumentiert, wie es mit dem Bau der Moscheen sich denn so verhalte. So berichtet Tobias Specker SJ in der Ausgabe 2/2010 des Jesuiten-Magazins. Lesenswert. Manchmal gefällt mir Langeweile.



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Veröffentlicht26. Juli 2010 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt