November 16

Hasenhüttl

Wie die Zeit berichtete, ist der suspendierte Priester Hasenhüttl aus der Kirche ausgetreten. Hasenhüttl veranstaltete beim ökomenischen Kirchentag 2003 ein gemeinsames Abendmahl mit Protestanten. Der damalige Trier Bischof Marx (jetzt Bischof von München und Freising und in den Kardinalsrang erhoben) entzog Hasenhüttl die Lehrbefugnis und suspendierte ihm vom Priesteramt. Das führte zu überraschten Stimmen. Dies wiederum hatte mich seinerzeit überrascht (na ja, nur bedingt..): Die Bischofskonferenz hat vor dem Kirchentag noch einmal ausdrücklich klar gestellt, dass ein gemeinsames Abendmahl / Eucharestie nicht in Betracht komme. Nun mag man dazu stehen wie man will – fest steht jedoch, dass Hasenhüttl wie jeder andere Priester seinem Bischof bei der Weihe Treue geschworen hat. Verbietet der Bischof als Arbeitgeber klar und unmißverständlich eine Handlung, dann möge sich niemand wundern, wenn das Konsequenzen nach sich zieht. Das diese hart ausfielen darf in Betracht der Gewichtigkeit der Eucharestie ebenfalls nicht wirklich erstaunen.

Nun „beschwert“ sich Hasenhüttl, in dem zitierten Artikel: „Ich bin als unerwünschte Person nur als Steuerzahler willkommen“, sagte Hasenhüttl. „Alles andere, jeder Vortrag und jede Tätigkeit in einer kirchlichen Institution, wird mir versagt“.

Herr Hasenhüttl – da waren sie wohl zu lange mit der kirchlichen Lehrerlaubnis gesegnet. Dieses Recht wird auch jedem Laien versagt. Ganz ohne Suspension von Amt und Würde. Ich will nun nicht gegen die Notwendigkeit der kirchlichen Lehrerlaubnis angehen. Vielmehr hat Hasenhüttl da scheinbar manches aus dem Blick verloren. Irgendwie hatte ich das Gefühl aber schon 2003..

 


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Veröffentlicht16. November 2010 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt