Februar 26

Pardon, ich bin Christ

Ich lese gerade von C.S. Lewis „Pardon, ich bin Christ“. Der Untertitel „Meine Argumente für den Glauben“ umreißen den Inhalt des Buches sehr gut. Lewis beschreibt, was ihn vom Christentum überzeugt hat. Er selbst war Atheist und hat erst als Erwachsener zum Glauben gefunden (und sich taufen lassen).
Lewis beginnt mit einem durchaus interessanten Ansatz – der mich sehr an den Alpha-Kurs erinnerte: Hier geht es um „das“ Christentum und nicht um einzelne Konfessionen. Der Autor macht zwar keinen Hehl daraus, dass er selbst der Anglikanischen Hochkirche angehört. Aber er sagt, er könne nur über den christlichen Glauben sprechen. Die Unterschiede zwischen den Konfessionen ist etwas für das theologische Hochreck, mithin für Theologen. Lewis ist aber Laie. Es geht also nicht um theologische Spitzfindigkeiten, sondern um den Glauben an sich. Gleichsam unterbewertet er damit nicht die Differenzen, die zwischen den Konfessionen bestehen.
Lewis hangelt sich an den Kardinaltugenden entlang, allen voran den theologischen: Glaube, Liebe und Hoffnung. Lewis, der selbst unverheiratet war, traut sich auch an Themen wie Liebe und Ehe. Seiner Ansicht nach liegt unser größtes Problem jedoch im Hochmut als schwerste Sünde bzw. in mangelnder Demut als Gegenteil hiervon. Er spricht mir damit aus dem Herzen.

Wer sich mit Argumenten für und um den Glauben beschäftigen will, sehen will, was gelebtes Christentum bedeutet, für den ist das Buch genau das richtige. Kurz – lesenswert.


Schlagwörter:
Copyright 2016 by Kai Kobschätzki. All rights reserved.

Veröffentlicht26. Februar 2011 von bengoshi in Kategorie "gelesen