August 21

Kinder

Ich empfinde unsere Gemeinde wahrlich nicht als kinderunfreundlich. Gleichwohl geht es einen Stück hin zu mehr Kinderfreundlichkeit. Klare Worte des Priesters, dass Kinder nicht immer still sind und sein sollen müssen werden – aber natürlich ein Kompromiss gefunden werden muss. Die Sakristei bleibt jetzt offen, damit Eltern sich mit den Monstern zurück ziehen können, wenn die Monster doch mal zu arg laut werden. Maltische in der Nähe des Altarraums beschäftigen den Nachwuchs ohne ihn in eine dunkle Ecke zu verbannen. Vielen Dank für die Schritte.
Unser Priester wies darauf hin, dass nichts schlimmer sei, als wenn Kinder die Erfahrung machen, dass dies der Ort der strengen Gebote und Ermahnungen sei, da man nur ruhig sitzen können dürfe. Wie wahr (auch wenn mir als Vater dies nicht immer einfach fällt zu realisieren).

Mit gingen dabei zwei Sachen durch den Kopf. Zum Einen Matthäus 19,14: „Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“
Zum Anderen: Über Austrittszahlen wird haufenweise geschrieben. In Anbetracht der Situation völlig zu Recht. Aber gerade die Kinder sollten wir dabei nicht aus den Augen verlieren, sondern viel mehr in den Blick nehmen. Und wie ich einst in einer Studie las – wer bis zum siebten Lebensjahr nicht den Bezug zum Glauben erfahren hat, für den besteht statistisch später nur noch eine geringe Chance ihn zu erfahren. Die Besonderheit von Erwachsenentaufen bestätigt dies.
Die Kinder von heute sind die Gläubigen von morgen.



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Veröffentlicht21. August 2011 von bengoshi in Kategorie "Glaubenspraxis