Februar 1

und warum ich mir doch gerne was dazu lesen würde

Auf zwei von mir sehr geschätzten Blogs (Pax et bonum und Vaticarsten) wurde nunmehr berichtet, warum die Autoren sich aus kirchenpolitischen Themen meist raushalten. Nicht das kein Interesse an diesen Themen bestünde, aber so Pax et bonum: „Ich wüßte auch nicht, was das bringen soll.“ Und Vaticarsten in gleicher Richtung: „Gegen Ideologien und inbrünstige Polemik haben Argumente keine Chance. Kritik ist nur erwünscht, wenn sie den eigenen Vorstellungen entgegen kommt.“

Ja, das kann ich gut verstehen. Man schaue sich nur mal an, wie Leserkommentare auf beispielsweise kath.net angegangen werden, die nicht auf ultrakonservativer oder brauner Linie sind.

Schade finde ich es trotzdem. Zum Einen steckt darin ein wenig Resignation. Zum Anderen fände ich es wünschenswert, mehr moderate Stimmen im Internet zu finden. Ich wünsche mir persönliche Stimmen, warum beispielsweise ein Priester nicht mit dem Rücken zur Gemeinde stehen möchte. Stimmen, die für einen Wandel sprechen, ohne gleich bei einer zweiten Reformation landen zu wollen. Stimmen, die tiefgründiger argumentieren und mehr kennen als ganz oder gar nicht. Es geht eben gerade nicht nur um Kritik, sondern um Katechese und Zustimmung zum Bestehenden. Es gibt einen Weg zwischen Schweigen und Kritisieren.

 



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Veröffentlicht1. Februar 2012 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt