August 20

pacta sunt servanda

Es ist die Zeit vor den Wahlen. Und derzeit kann ich nur sagen, was ich nicht wählen werde. Was ich wählen werde, darüber bin ich mir noch unklar. Das wird irgendwie die Wahl des geringsten Übels werden. Wie dem auch sei – der Gewinner im Hornberger Schießen belegen derzeit aus meiner Sicht unangefochten die Piraten. Bei zwei beliebten „C“-Themen wollte ich mal schauen, was ich dazu finde. Achtung – Popcorn bereit halten!

PID – da gibt es noch keinen Standpunkt. Okay, Wähler kaufen die Katze im Sack.

Abtreibung

Okay, dass es hier bei der Frage, ob der Mann ein Mitspracherechte hat, nur auf den Körper der Frau eingegangen wird, geschenkt. Über das werdende Leben braucht da kein Wort verloren werden. Schön, wenn Erwartungen erfüllt werden. Bei dem Wirrwarr den andere Parteien derzeit verbreiten, zeugt das von Verlässlichkeit.

Spannend wird es aber bei der Frage, ob Männer aus der „Pflicht“ (nur Unterhaltspflicht oder soll der Erzeuger sich etwa auch noch um das „Gör“ kümmern müssen?) entlassen werden können, wenn die Frau die Abtreibung trotz ihres Wunsches einfach unterlässt. Trara – Idee der Piraten dazu:

Es könnte ein schriftlicher Vertrag vor dem Akt aufgenommen werden, in dem die entsprechenden Wünsche (Kind oder nicht) geregelt sind.

Ich sehe schon, wie AveryZweckform bald einen Mustervertrag führt – Geschlechtsvereinbarungsformular S3x. Moment, ich muss noch schnell unterschreiben, bevor ich komme. Alles klar. Ich werde schon mal einen Abreisblock bestellen und neben mein Bett legen..

Der Mann  braucht vorher nur zu erklären, dass er kein „Balg“ wünsche und schon ist er raus aus dem Schneider. Der Frau stehen ja mordmäßige Möglichkeiten offen, dass Problem aus der Welt zu schaffen. Verhütungssorgen von Männern – passe. Verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität – Spießer.

Wie läuft das eigentlich in der Ehe? Festen Sexualpartner unterstellt – reicht da eine einmalige Unterschrift bis zum Widerruf? Könnte Spontanität ins Schlafzimmer bringen. Mist, wo war noch mal der Block mit den Formularen? Jetzt werden keine Gummis mehr gesucht, sondern Papiere. Also Schreibtisch aufräumen! Und wenn es dann doch passiert und die Frau renitent nicht abtreibt – darf ich das dann von ihrer Haushaltskasse kürzen? Denn pacta sunt servanda – wie der Küchenlateiner dazu sagt: Verträge müssen gehalten werden.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen – ich bin glücklich verheiratet, haben keine getrennten Kassen, aber zwei gemeinsame Kinder, und weitere sind ein Geschenk des Herrn.

Katgeorie:Politik | Kommentare deaktiviert für pacta sunt servanda