März 19

Religion und Moral

„Ist der Glaube nötig für ein anständiges Leben?“ hat jetzt idea gefragt und dabei eine amerikanische Studie präsentiert, die den Zusammenhang von Religion und Moral untersucht hat.

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März 1

Geh fort

Kennst Du das – jemand bringt das Gespräch auf Themen wie Gott, Glaube oder die Kirche. Wie läuft die Reaktion ab? Ab und zu Interesse, oft klare Abwehrhaltung. Komm geh fort mit Deinem Glauben. Das ist Dein Ding, aber lass mich damit in Ruhe. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum das so?

Erste Überlegung – es ist den Betreffenden egal. Sie werden mit dem Thema gelangweilt. Versuch mal das Thema auf Golfturniere zu lenken. Die Reaktion ist gelangweilt und der Gesprächspartner lässt es ein wenig über sich aus Höflichkeit ergehen? Jedenfalls keine impulsive Abwehrhaltung. Also mangelndes Interesse am Thema Religion kann diese Reaktion nicht erklären. Es dürfte leichter sein, über eine Matheklausur zu quatschen.

Zweite Überlegung – der Gesprächspartner fühlt sich dem Thema nicht gewachsen, da Du fest im Glauben stehst. Neues Experiment – lenke das Thema auf etwas, bei dem Du davon ausgehen kannst, dass Du deutlich mehr Ahnung hast. Dein Beruf, Dein Studium, Dein Hobby whatever. Abwehrhaltung? Nope. Kann es also auch nicht sein.

Dritte Überlegung – Angst vor dem Thema. Neuer Versuchsaufbau – bring das Gespräch auf Sterben, Testament, Beerdigung. Es kommt auch zum Block, wenn auch netter. Okay, Religionsbashng ist chic, aber es wird ebenso abgewehrt. Aus meiner sicht liegt da der Hund begraben. Viele meiden Gespräche über das Thema Glauben, weil sie Angst davor haben, dass es ansteckend sein könnte. Wie eine Krankheit, besser mal Abstand wahren. Oder weil es an verdrängten Themen liegt. An versteckten und offenen Wahrheiten. Lieber nicht riskieren, dass ein bequemes Weltbild ins Wackeln kommt. Beispielsweise das wir nicht das Größte und allwissende Wesen sind, dass zu allem fähig ist, sondern das es etwas gibt, dass uns einfach mal einen Tick übersteigt und mit dessen Liebe wir uns nicht messen können. Das wir doch nicht achso perfekt sind, sondern einfach auch mal daneben langen. Dass das trotzdem nicht zum Verzweifeln ist, sondern hier einer mal diese Last auch für Dich und mich auf seine Schultern genommen hat. Und das Sachen passiert sind, die ganz schon abgedreht klingen. Aber statt Angst vor dieser Auseinandersetzung zu haben, wäre es vielleicht doch besser, darüber zu reden. Denn dieser Mann lebt. Jetzt. Hier. Mitten unter uns. Für Dich und für mich. Und wer den Mut hat sich darauf einzulassen, wird belohnt. Versprochen.

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