Juli 18

Grenzen der Moral

Der Noch-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat erklärt, dass er zwar selbst gegen Sterbehilfe sei, seiner Frau aber für den Falle eines solchen Entschlusses beistünde. Ich will nun weder Schneider noch das Thema Sterbehilfe bewerten. Der Familie Schneider kann ich für diese Zeit nur Gottes Segen und viel Kraft wünschen.

Die Aussayge zeigt überdeutlich, wie sich Positionen verändern können, wenn man selbst betroffen ist. Ob das die Krebserkrankung der eigenen Frau wie bei Nikolaus Schneider ist, die 14jährige Tochter, die schwanger geworden ist, oder der eigene Sohn, der sich als schwul outet. Die Lösung ist für mich nicht, die Abtreibung oder die Sterbehilfe zu legalisieren. Mir geht es vielmehr um einen Appell, verständnisvoller und mit mehr Respekt an solche Themen heranzugehen. Gerade auf kath.net begenen einem ja immer wieder Leser bzw. deren Posting, bei denen die Leser bei dem Thema Homosexualität gedanklich schon mal Holz für eine kleine Verbrennung sammeln.

Nächstenliebe ist kein theologisches Konstrukt, sondern will gelebt werden.



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Veröffentlicht18. Juli 2014 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt