August 31

Vampir

Blutkonserven jüngerer Menschen stehen im Verdacht, den Altersprozess älterer zu verlangsamen. Interessant. Auch jetzt kriegt man schon für das Blut- und Plasmaspenden Geld. Nicht zum Leben, aber immerhin. Das könnte sich dann schlagartig ändern. Puh, sich das mal hoffentlich nicht zur Seuche für arme Menschen entwickelt. Junge arme, ältere arme Menschen haben für sowas das falsche Blut und kein Geld, sie werden einfach älter. Klingt nach einem dystopischen Roman. Oder der Wirklichkeit.

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August 30

aus der Konserve

Ach dieser Streit mit den Konservendosen und Plänen für einen Zivilschutz. Hier regt sich jemand über die Kritiker auf.  Dem halte ich ja mal entgegen, dass es doch erst einmal ein gutes Zeichen ist, wenn sich die Menschen so sicher vor Krieg, Terror und Katastrophen fühlen, dass sie den Kauf von Weckgläsern für lächerlich halten.

Gleichwohl will es damit nicht abtun. Als ich Abi gemacht habe (1996) und mich nicht für eine Verweigerung entschied, hörte ich mir auch an, dass ein Krieg in Europa absolut und quasi für immer undenkbar sei. Kein Mensch bräuchte die Bundeswehr mehr. Ich hielt das nicht für so undenkbar und hätte gern Unrecht gehabt. Geht im Kopf die politische Großwetterlage alleine der letzten fünf Jahre durch und Ihr seht, dass ist nicht völlig undenkbar. Ich habe keine Angst vor Krieg. Ich habe auch keine Angst vor Terror. Und es bleibt dabei, dass die Wahrscheinlichkeit mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit einen tödlichen Unfall zu erleiden ist deutlich höher, als Opfer eine Anschlages zu werden.

Trotzdem steht der nächste Atomreaktor einen Steinwurf weit weg (Versuchsreaktor in Wannsee). Angriffe auf das Strom- oder Wassernetz in Berlin sind ebenso wenig undenkbar wie Epidemien, vor denen mit Vogelgrippe und Co. immer gewarnt wurde, deren Folgen uns aber dank sei dem Herrn immer erspart blieben. Und das was ich aus direkten Quellen über Notfallpläne oder vielmehr nicht vorhandene Pläne mitbekommen habe, sind Sachen, die will man schlichtweg nicht wissen.

Da finde ich es gut, wenn sich eine Behörde mal Gedanken zum Thema Sicherheit macht und dabei nicht an Gesichtserkennung und Abhörmaßnahmen denkt.

Wenn ich sehe, was wir für unsere kleine Familie brauchen, kommen wir im Fall der Fälle mit unserem Vorratsregal nicht wirklich weit. Einzig ich frage mich, ob damit nicht mehr gefühlte Sicherheit geschaffen wird, als tatsächlich – lasse mich da aber gerne eine besseren belehren.

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August 29

Verfolgungswahn

Bei der Diskussion um Meinungsfreiheit und „was man denn noch sagen dürfe“ gibt es zwei Aspekte, die sich gerne wiederholen: Thema „das wird man ja noch sagen dürfen können müssen“. Und das bei Themen, über die sehr wohl gesprochen wird. Gerne angeführt beispielsweise bei den Themen Asyl- und Ausländerpolitik. Als ob darüber nicht gesprochen würde. Dabei sühlen sich die Anführer dieses Argumentes gerne in einer Grube der Tränen eines vermeintlichen Opfers und der scheinbaren Verfolgung. Bei manch einem entwickelt sich das zur regelrechten Paranoia (dabei sollten sie lieber Paranoia spielen). Kommt es dann zum Eklat, wird gerne übersehen, dass auch die Meinungsfreiheit Grenzen kennt. Und wenn jemand wie Thilo Sarazzin an der Volksverhetzung langschrammt, weil er auf vermeintliche genetische Dispositionen zurückgreift, fühlt sich die Gruppe gerade bestätigt: Das haben wir ja schon immer gesagt. Wir sind nicht paranoid, wir werden wirklich verfolgt. Eine Reflektion, warum es diese Grenzen gibt, scheint da nicht stattzufinden.

Auf der anderen Seite stehen die Godwin-Jünger. Bei allem was nicht in den eigenen Kram passt, kommt die große Nazi-Keule. Problematisch daran ist, dass es die oben anstehend genannte Gruppe nur in ihrer Ansicht befeuert und ähnlich einem heilsamen Medikament dann nicht mehr wirkt, wenn die tatsächlichen Krankheiten ausbrechen.

Der langen Vorrede kurzer Sinn: Wenn jemand behauptet, etwas dürfe nicht gesagt werden, bin ich erstmal skeptisch.

Aber wie der Fall Hollemann zeigt, gibt es durchaus solche Themen: Ihm ist zum Verhängnis geworden, in einem Verein für Lebensschutz Mitglied gewesen zu sein, hier konkret bei ALfA.

Ich postuliere an dieser Stelle Godwin-Law-II: Der neue Nazi ist der Radikale.

Kurzum – Hollemann wurde als „radikaler“ Lebensschützer dargestellt. Bei der Gelegenheit frage ich mich, wann man da „radikal“ ist. Darf man nur ein bisschen gegen die Tötung von Kindern Abtreibung sein? Oder muss man dazu mit Steinen geworfen haben? Okay, entspannt zurücklehnen. Den ersten Absatz nochmal lesen. Tappe ich selbst in die Falle, dass es hier quasi aus einem guten Grund eine Grenze gibt? Nun, das aktuelle Strafrecht stellt die Tötung von Kindern den Schwangerschaftsabbruch erst einmal unter Strafe (§ 218 StGB). So ganz falsch kann man mit der Auffassung nicht liegen. Wann die Voraussetzungen für Straffreiheit (§ 218a StGB) vorliegen mögen, muss ja dann irgendwie diskutabel sein. Warum ich darauf jetzt komme? Die Quelle liegt in einem schönen Artikel „Noch nie tötete ein Evangelikaler einen Abtreibungsarzt“. Lieber Herr Prof. Schirrmacher – ich bin kein Evangelikaler, aber ganz bei Ihnen. Aber SED PDS Linke ist da ja in guter Gesellschaft mit der SZ. SZ? Ja, genau, die Zeitung mit der sich Hollemann anlegt.

Und auch wenn mir das hier gesagte im Rahmen der obigen Erfahrung irgendwann mal auf den Fuß fallen sollte, kann ich hier nicht an mich halten:

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ich kann keinen sachlichen Grund erkennen, warum die Würde mit der 14. oder 21. Schwangsschaftswoche oder mit dem ersten Schreien des Säuglings nach der Geburt beginnen sollte. Das ist für mich reine Willkür. Um der zu entgehen, ist zugunsten und zum Schutze des Menschen die Würde möglichst weit nach vorne zu verlagern. Im Zweifel für den Angeklagten Menschen. Freundlicherweise sieht das der Katechismus im Ergebnis auch so (Nr. 2270).
  • Das deutsche Recht erlaubt die Spätabtreibung unter bestimmten Voraussetzungen. Praktisch heißt das, dass auch überlebensfähige Kinder ermordet abgetrieben werden. Leitet der Arzt die Wehen ein, das Kind kommt lebensfähig zur Welt und er tötet es dann, liegt Totschlag oder Mord vor. Macht er einfach nichts und lässt das Kind unterversorgt sterben, kann man sich über unterlassene Hilfeleistung oder Totschlag/Mord durch Unterlassen streiten. Und bei zu später Hilfe drohen Schadensersatzansprüche. Legal und fachgerecht ist es, dass Kind im Mutterleib zu töten und dann die Wehen einzuleiten. Denn dann wird ein totes Kind geboren und alles ist gut. Mir leuchtet der Unterschied nicht wirklich ein. Alles weit hergeholt? Nein, Wirklichkeit.
    Wer rechtlich näher eintauchen will – das hier finde ich ganz lesenswert (ab Seite 28). Die dortige Schlussfolgerung teile ich nicht, kann sie aber aus ärztlicher Sicht nachvollziehen.
  • Zu den Organisationen- ALfA kenne ich nur aus der Presse. Da kann ich nicht viel zu sagen. Gerne mit genannt wird KALEB. Davon durfte ich einige Mitglieder  kennen lernen und habe schon Veranstaltungen erlebt bzw. bei mir in der Jugend schon gehabt. Von einer braunen Ansicht oder ähnlichem wie es unterstellt wird (will ich nicht verlinken, musste selber googeln) konnte ich nichts, nicht mal in Ansätzen feststellen.
  • Die Befürworter der Ermordung von Kindern Abtreibung führen an, dass hier das Wahlrecht von Frauen eingeschränkt werde, ein Kind zu empfangen oder nicht. Ja, das wird eingeschränkt. Das Recht auf Leben ist nicht disponibel. Genausowenig wie ich aus gutem Grund meine Kinder nicht schlagen darf, darf ich sie nicht töten. Vor wie nach der Geburt. Glaubst Du nicht? Denk mal darüber nach, wie Deine Reaktion wäre, wenn eine schwangere Frau auf ihren Bauch eindrischt. Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo sie die Freiheit eines anderen berührt.
  • Wir reden über fast 100.000 Leben im Jahr in Deutschland. Einer der reichten Länder der Welt.
  • Wenn das Bundesverfassungsgericht feststellt, das Artikel 1 Abs. 1 GG es verbiete, ein Kind als Schaden zu begreifen, kann ich dem nur zustimmen. Denn Kinder sind ein Geschenk Gottes.

Auf einem anderen Blatt steht für mich jedoch die Frage, ob man mehr Schaden als Nutzen damit erreichen würde, wenn wir die Abtreibung ohne weiteres für strafbar erklärten. Finden die Abtreibungen dann nicht trotzdem statt, nur dann bei „Kurpfuschern“? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber diese Frage treibt mich um. Ich finde, dass ist auch nicht der Weg, den wir gehen sollten. Und das sage ich trotz meiner obigen Ansicht.

Unser Weg als Christen sollte es meines Erachtens sein, für ein Klima und für Bedingungen Sorge zu tragen, in denen Frauen auch in widrigen Umständen ihre Kinder zur Welt bringen möchten. In denen wir Hilfsangebote schaffen und so bekannt machen, dass jede Frau auch in einer verzweifelten Lage weiß, dass und wo ihr geholfen wird. Das sie jederzeit weiß, dass zumindest wir ihr auf jeden Fall helfen. Das hieße den Weg weg vom Abtreibungsgegner, hin zum Lebensbefürworter gehen.

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August 28

Kirchenstatistik

Ich hatte schon mal vor längerem geschrieben, als die jährliche Kirchenstatistik rauskam. Jetzt ist die neue rausgekommen. Mutmachende Worte von Kardinal Marx in der Einleitung:

„Die Statistik zeigt, dass die Kirche in Deutschland nach wie vor eine starke Kraft ist, deren Botschaft gehört und angenommen wird. Es gibt offensichtlich nicht nur ein Interesse, sondern auch einen aktiven Wunsch nach den Sakramenten der Kirche, wie das leichte Plus bei Taufen und Trauungen belegt: 167.226 Menschen wurden neu aufgenommen und eingeladen, den gemeinsamen Weg der Kirche mitzugehen. Zudem haben sich 44.298 Ehepaare entschlossen, Seite an Seite von Gottes Liebe Zeugnis zu geben. Auch wenn die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zum Vorjahr durchaus zurückgegangen ist, muss uns die dennoch hohe Ziffer weiterhin anhalten, in unserem seelsorgerischen Bemühen nicht nachzulassen. […] Selbst wenn einige Zahlen auf einen Rückgang des kirchlichen Lebens hindeuten, sind wir als Christen deutlich ein wichtiger und prägender Teil der Gesellschaft.“

Wir reden konkret von 181.925 Austritten (S. 48). Das sind immer noch mehr als Taufen, Eintritte und Wiederaufnahmen zusammen – in Summe 176.385. Ich gebe zu, dass ist viel weniger schlimm als ich gedacht hätte. Aber in Anbetracht hinzutretenden 254.260 Bestattungen immer noch eine Katastrophe. Jährlich sind nur circa 2.700 der Getauften älter als 14 Jahre. Lasst uns hinausgehen und die Frohe Botschaft verkünden 🙂

Eine lesenswerte Lektüre, die ich noch nicht ganz abgeschlossen habe. Aber zwei Zahlen fielen mir bereits noch auf:

  • Es gibt 359.633 Ministrantinnen und Ministranten, wovon 52% weiblich und 48% männlich sind. Das kann ja jeder mal auf sich wirken lassen.
  • Durchschnittlich besuchen 10,4% der Katholiken sonntags die Messe. Am schlechtesten schnitt das Bistum Aachen mit 8,3%, Spitzenreiter ist das Bistum Görlitz mit 20,8%. Das Erzbistum Berlin liegt mit 10,1% im Mittelfeld. Der geneigte Leser kann sich ja mal die Quote für seine Heimatgemeinde ausrechnen. Ach so – und wie anderer Stelle geschrieben, in den USA sind es wohl circa 25%.

Update:  Die epd berichtet: „Zwar haben sich die Austrittszahlen im Vergleich zu 2014 verringert – im Vergleich zum Jahr 2013 sind sie aber gestiegen. […] Bei den Katholiken sind die Austritte von knapp 179.000 (2013) auf 182.000 (2015) um etwa 3.000 gewachsen.“

Update II: Immer schön, wenn man nicht alleine ist. Diesem Kommentar kann ich mich vollumfänglich anschließen.

 

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August 27

Finanzierung

Kennt Ihr diese Diskussion, die Kirchen wären ja so übervorteilt durch den Kirchensteuerabzug und und und. Ein Interview mit Bedform-Strohm brachte mich da auf eine ganz andere Spur.  Der Humanistische Verband, ein ganz großer Freund der Kirhen, erhält seinen überwiegenden Teil der Finanzen aus… tatataaa – aus Steuermitteln. Aber klar, dass ist ja was ganz anderes. Zu gute halten muss man ihnen, dass sie selber veröffentlichen, zehnmal so viel Förderung wie Mitgliedsbeiträge zu bekommen. Moment, ich muss mal kurz die Hände von der Tastatur nehmen, um den Mund wieder zuzuklappen. Okay, sie fordern Gleichberechtigung mit den Kirchen. Die sollten wir mal einfordern. Bei circa 3.000 Mitgliedern circa 500 TEUR Förderung macht pro Mitglied circa 166 EUR. Unsere Gemeinde hat circa 9.000 Mitglieder, das macht circa 1,5 Mio. EUR „Stütze“. Wo kann man bitte den Antrag stellen?

Update: Kirchensteuern sind quasi Mitgliedsbeiträge. Man könnte jetzt noch auf die Idee kommen, die Staatsleistungen an die Kirchen damit zu vergleichen. Nun handelt es sich dabei aber um Schadensersatz für enteignete und bis heute nicht zurückgegebene Grundstücke und Gebäude. Machte man den Vergleich gleichwohl – da reden wir circa 460 Millionen EUR pro Jahr, so die epd. Die NRW-Grünen sprechen von über 500 Millionen pro Jahr. Die beiden Kirchen haben Ende letzten Jahres 46.034.000 Mitglieder zu verzeichnen gehabt. Da kommt man auf 10,86 EUR pro Jahr und Mitglied nimmt man die Zahl der Grünen und auf 9,99 EUR bei der Zahl der epd. Da sind zu den 166 EUR der Humanisten noch leichte Differenzen zu verzeichnen.

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August 25

Ich nehme nichts aus der Messe mit

Ich finde es ja immer wieder interessant, über den nationalen Tellerrand hinauszuschauen. So beispielsweise dieser amerikanische Artikel: Sinnegemäß übersetzt „Ich nehme nichts aus der Messe mit.“ In den frühen 60ern besuchten noch 75 Prozent der amerikanischen Katholischen die Messe, heute sind wir bei 25 Prozent. Der Artikel verweist auch noch einmal darauf, dass es sich um die zweitgrößte religiöse Gruppe in den Vereinigten Staaten handelt.

Die Antwort auf die Frage nach dem Warum ergibt sich aus der Überschrift – die Menschen nehmen nichts aus der Messe mit und bleiben ihr deshalb fern. Der Autor fährt dabei etwas aus der Haut und fragt, wie zur Hölle (in dem Zusammenhang sehr schön) man annehmen könne, etwas aus der Messe zu erhalten. Viele Menschen erwarten eine Show, bei der der Priester der Künstler sei. Aus seiner Sicht könne man auf eine solche Antwort nur die Gegenfrage stellen, was man in die Messe hineingebe.

Die Probleme sind anderswo die gleichen. Der Artikel hätte IMHO auch über Deutschland geschrieben werden können. Der Autor ist zur katholischen Kirche nach einer atheistischen Zeit wieder zurück gekehrt.

Die Gegenfrage des Autors ist gut, da zunächst einmal Gebet, Lobpreis und Fürbitten von den Gläubigen in die Messe hineingetragen werden sollen. Der Kritik mit der Erwartungshaltung einer Show will ich auch gar nicht widersprechen. Trotzdem lässt mich der Artikel mit einem unguten Gefühl zurück. Vielleicht sollte man die Antwort eben doch nicht so einfach hinwegwischen. Wie mein protestantischer Onkel immer so schön sagt – von Show-machen verstehen die Katholiken was. Daran liegt es glaube ich auch nicht. Eine Messe ist eben nicht nur ein Hineingeben. Sondern auch ein Empfangen – wie die Kommunion. Wer aber spirituell dabei nichts empfängt, dem hilft die Kommunion nicht, gleich welcher Form. Und der bleibt irgendwann weg. Pech gehabt zu sagen, hat wenig mit der Verkündigung der Frohen Botschaft zu tun, zu der wir alle beauftragt wurden.

Die Liturgie ist ein festes Gerüst und kein Gefängnis. Lasst uns Mut haben, auf diesem Gerüst aufzubauen und zu sehen, wie wir Menschen erreichen können, die bis jetzt keine Kraft aus der Messe schöpfen. Lasst uns mit denen, die kommen reden, was sie begeistert und was nicht. Schauen, was bei anderen läuft und wie sie Menschen begeistern. Mut haben haben, etwas zu bewegen. Oder wie der Heilige Vater auf dem Weltjugendtag gesagt hat – aufhören bequem zu sein und aus dem Sessel aufstehen. Und ja, vielleicht sollte öfter auch (!) die Frage gestellt werden, was Du zur Messe beiträgst.

Update: Der Heilige Vater hat das Schreiben „Vultum Dei Quaerere – über das kontemplative Leben in Frauenorden“ veröffentlicht. Und das heißt es in Artikel 4 § 2 (Seite 41):

Die gemeinschaftlichen Gottesdienste wird man hinsichtlich der Frage beurteilen, ob sie wirklich eine lebendige Begegnung mit dem Herrn darstellen.

Diese Frage stellt sich nicht nur für Frauenorden.

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August 24

Jüdische Rundschau

Eigentlich kennt man das ja nur aus der ADAC-Werbung für Erotik-Artikel: „Kommt in neutraler Verpackung.“ Okay, kann man irgendwie verstehen. Erschreckend ist aber der Hinweis auf die Möglichkeit, sich die Jüdische Rundschau ins Haus kommen zu lassen: „…kommt direkt zu Ihnen per Post in einem neutralen Briefumschlag“. Das ist bitter. Ich unterstelle, der Hinweis wird nicht umsonst kommen. Oft genug kann man sich immer noch nicht angstfrei dazu bekennen, Jude zu sein. Ich wiederhole meinen Vorschlag: Als Solidaritätsbekundung Kippa tragen, mit L’chaim begrüßen etc. bis das so zur Normalität geworden ist, dass kein gläubiger Jude mehr Sorge tragen muss, sich zu bekennen.

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August 23

Priestermangel

Über den Priestermangel ist ja schon so einiges gesagt und geschrieben worden. Der Artikel von P. Adrian Kuhnert SJ lohnt sich, auch wenn man vermeintlich alles zu dem Thema schon gehört hat. Mir ist zwar zugegebenermaßen nicht in allen Teilen klar, wie seine Alternative ausschaut. Aber vielleicht besuche ich mal einen seiner Lobpreis-Nachmittage und frage ihn das mal direkt..

Update: Doch noch einen Artikel. Passt hierher. Lesen. Jetzt.

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August 23

Lesch – Ick liebe Dir

Ich trage ja eine tiefe Bewunderung für Harald Lesch. Diese beiden Videos haben meine Begeisterung weiter gesteigert..

Harald Lesch beschäftigt sich mit dem Wahlprogramm der AfD. Wissenschaftlich, aber es hat schon was von Kabarett.

Und wie zu erwarten, gab es „freundliche“ Reaktionen darauf. Die werden nicht vorenthalten:

Auf diese Perlen bin ich hier gestoßen.

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