August 4

1984

Erst lese ich bei fefe das hier und dann lese ich bei der epd (wie KNA leider nicht direkt verlinkbar) von dem Professor für Techniksoziologie (was es nicht alles gibt) an der TU Dortmund Johannes Weyer: „Wenn wir die rechtlichen Möglichkeiten hätten und es politisch wollten, dass wir alle diese Daten in einen großen Topf schmeißen, hätte man den Radikalisierungsprozess des Attentäters von Würzburg herausfinden können.“ – Denn, so geht es in dem Text weiter, der Mann habe vor dem Anschlag sein Verhalten geändert.

Ich kenne Menschen, die spät ihre Berufung gefunden haben oder dabei sind und ihr Verhalten deutlich geändert haben. Jetzt weiß ich endlich, warum wir sowenig Seminaristen und Nachwuchs bei den Orden haben. Die sitzen überwiegend als Terrorverdächtigte in dunklen Verliesen.

Wann raffen solche Leute endlich, dass 1984 keine Anleitung, sondern eine Warnung war?!

Es hilft wenig, wenn im Text nachgeschoben wird, dass sich die Frage nach dem verantwortungsvollen Umgang mit Daten und dem Missbrauch durch Firmen stelle. Nun gut. Wir Deutschen haben mindestens zweimal gute Erfahrungen damit gemacht, dass der Staat nicht versagt. Bitte weitergehen, es gibt nichts zu sehen.



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Veröffentlicht4. August 2016 von bengoshi in Kategorie "Allgemein