September 23

Miete

Die Staatsleistungen an die Kirchen sind ja immer wieder in Diskussion. Insgesamt zahlen alle Bundesländer an alle Bistümer pro Jahr 500 Millionen. Dies sind Entschädigung für einstige Enteignungen. Da das alles schon länger zurück liegt, liegt die Frage nicht fern, warum dafür noch Zahlungen erfolgen. Dazu habe ich jetzt bei der KNA etwas schönes gelesen:

Nach Hörstings Worten können die Bundesländer „nicht nur die Vorteile der damaligen Verstaatlichung ziehen“, sondern müssten „auch die Nachteile in Form der Staatsdotationen tragen“. Einen freiwilligen Verzicht der Kirche auf Staatsleistungen lehnt Hörsting ab und zog einen Vergleich. Langjährige Mieter hätten irgendwann so viel Miete an den Vermieter gezahlt, dass sie die Wohnung auch hätten kaufen können. „Dennoch wird niemand auf die Idee kommen, den Eigentümer aufzufordern, die Wohnung kostenlos auf den Mieter zu übertragen“, so Hörsting.

Ulrich Hörsting ist der Leiter der Hauptabteilung Verwaltung im Generalvikariat des Bistum Münster. In NRW betreffen die Staatsleistungen 0,5% des Etats.



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Veröffentlicht23. September 2016 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt