Oktober 26

Manipulation

Der Artikel ist schon ein Stück her, aber ich bin jetzt erst im Rahmen einer gedruckten Auswertung darauf gestoßen – Sandro Gaycken beschwört die Gefahr der Manipulation der Massen durch die Filterwirkung von Facebook, Twitter, Google & Co. Dem will ich gar nicht widersprechen und will das gar nicht wiederkäuen. Ich gehe davon aus, dass das Thema bekannt ist. Die spannende Frage ist, was nun. Der angebotene Lösungsansatz:

Die Demokratie und ihre Institutionen müssen dagegen angehen. Die Algorithmen und Geschäfte der Datenkonzerne müssen transparent sein und überprüfbar werden. Unabhängiges, geprüftes Wissen muss verstärkt angeboten werden.

Die Regierung prüft die Algorithmen und damit im Zweifel sich selbst? Oder unabhängige Aktivisten, deren Objektivität sich kaum prüfen lässt und deren ehrenamtliche Zeit begrenzt ist? Kein Ehrenamt – wo kommt dann dafür das Geld her? Noch besser ist der Satz, dass unabhängiges Wissen verstärkt angeboten werden sein müsse. Wer bitte soll denn da der Anbieter sein? Doch nicht etwas der Staat selbst? Oder bedarf es ein Mehr an Zeitungen, die den Auflagenschwund nicht alle überleben werden. Ja, ich habe auch keinen guten Vorschlag. Aber einen solchen zu erarbeiten, wäre interessant. Analysen zu dem Thema gab und gibt es zuhauf. Und Pauschalurteile reichen nicht, auch wenn sie aus diesem Umfeld in der Form überraschend wirken:

Trotzdem muss der Gesetzgeber jetzt hart durchgreifen.

Ja, ja, kann ich da nur sagen. Werd erstmal konkreter, bevor Du hier den Kanther mimst.



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Veröffentlicht26. Oktober 2016 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt