Dezember 4

Beichte

Die Beichte ist ja ein gefühlt ein Dauerbrenner. Von einem vergessenem Sakrament würde ich daher nicht mehr reden wollen. Bestensfalls von einem nicht gelebten. Der Speyerer Bischof Wiesemann hat in der Tagespost vom 8. November 2016 geschrieben:

Aber schon damals [Anm. Ende 80er] war der grundsätzliche Bruch unübersehbar. Die meisten Gläubigen hatten die Gewohnheit zu beichten quasi von heute auf morgen wie einen alten Hut, den man nicht mehr trägt, abgelegt. Das hat seine vielfältigen Ursachen, die auch in der Weise der vormaligen Praxis und ihrer schematischen Beichtspiegel begründet sind.

Ja, statt einfach nur zu jammern, heißt das, das Thema neu zu durchdenken. Ich habe das Aggiornamento auch nicht so verstanden, als hätte es 1965 aufgehört. Und wird auch neu gedacht. Aber mein Gefühl ist, dass noch zu viele am gestern kleben.



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Veröffentlicht4. Dezember 2016 von bengoshi in Kategorie "Glaubenspraxis