Dezember 14

Schwangerschaftsabbruch

Ich hatte neulich eine Diskussion über das Thema Schwangerschaftsabbruch, bei der gleich das Argument kam, dass man das minderjährige, vergewaltigte Mädchen bedenken müsse. Ich habe mich schon einmal zu dem Thema geäußert und will das deshalb nicht wiederholen. Aber ich will das obige aufgreifen. Das sind Fälle, über die wir gerne reden können. Wir würden viele Leben retten, wenn wir uns auf die anderen Fälle konzentrieren. Es sind nämlich lediglich vier Prozent der Abtreibungen mit medizinischer oder kriminologischer Indikation. 96 Prozent sind dies gerade nicht. Da die Zahl der Abtreibungen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr konstant geblieben ist, heißt das, dass rund 95.000 Abtreibungen nach der sogenannten Beratungslösung vorgenommen wurden. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag übrigens bei drei Prozent. Die meisten Abtreibungen fanden im Alter von 18 bis 34 Jahren statt (72 Prozent). Ja, im besten Alter, um Kinder zu kriegen, denn eine Risikoschwangerchaft liegt ab dem 35. Lebensjahr vor.

Von den fast 100.000 Abtreibungen pro Jahr ist die ganz breite Masse weder zu jung, noch Opfer einer Straftat. Und jetzt muss ich doch aus dem zitierten Blogbeitrag mich wiederholen:

Unser Weg als Christen sollte es meines Erachtens sein, für ein Klima und für Bedingungen Sorge zu tragen, in denen Frauen auch in widrigen Umständen ihre Kinder zur Welt bringen möchten. In denen wir Hilfsangebote schaffen und so bekannt machen, dass jede Frau auch in einer verzweifelten Lage weiß, dass und wo ihr geholfen wird. Das sie jederzeit weiß, dass zumindest wir ihr auf jeden Fall helfen.

Update: Beim Schreiben sieht man die Zitate nur etwas eingerückt. Sorry, wenn ich mich selbst so zitiere. Ich sehe ein, dass sieht komisch aus, könnte mich da aber tatsächlich nur stumpf wiederholen.

Update2: Ich las gerade das hier zum Thema und hier, was das ganze mit Weihnachten zu tun hat.



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Veröffentlicht14. Dezember 2016 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt", "Politik