Dezember 20

Politisches Evangelium

„Das Evangelium in sich ist unpolitisch“, ergänzte der Wissenschaftler. Daher sei es zwar als Leitlinie für individuelles Verhalten geeignet, aber nicht im selben Maße für die Lösung politischer Fragen.

Das las ich jetzt im Domradio. Ach ja? Was ist denn dann bitte Befreiungstheologie? Oder Jesus

So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.

Ich finde das hochpolitisch. Dieses wunderbare Buch von Heiner Geißler: „Was würde Jesus heute dazu sagen? – Die politische Botschaft des Evangeliums“ könnte es ohne ein politisches Evangelium gar nicht geben. Wo wir gerade bei den Jesuiten sind – „Politisch handeln„. Fragen zu der Asyl- und Flüchtlingspolitik beantworten sich klar, wenn mir bewusst wird, dass Jesus ohne ein Asyl in Ägypten bereits als Baby getötet worden wäre und uns nicht die Frohe Botschaft gebracht worden wäre. Mir ist aber schon klar, wie man zu der Aussage kommt: Entweder man liest die Evangelien nicht oder man will nicht hören, was da steht.

Auf einen ähnlichen Satz wie oben gibt es hier noch einen schönen Blogbeitrag, der einen Klick lohnt.



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Veröffentlicht20. Dezember 2016 von bengoshi in Kategorie "Allgemein", "frisch aufgeschnappt