Januar 24

Sparen

Die Systemumstellung von Hartz-IV hörte sich erstmal gut an: Die Leistungsempfänger erhalten die Mittel, die sie für notwendige Einmal- bzw. Ersatzbeschaffungen auf Antrag erhalten, bereits mit ihrer Regelleistung. Die notwendigen Summen können sie sich dann ansparen und so freier entscheiden, wann was notwendig ist. Dieses Sparen setzte aber voraus, dass was zum Sparen da ist. Es oblag Nicholas Kador herauszufinden, dass man mit steigendem Einkommen mehr spart. Nein, das hat er nicht nach Einführung von Hartz-IV herausgefunden, denn er starb bereits 1986. Man hätte also mit etwas volkswirtschaftlichem Hintergrundwissen (ja, oder gesundem Menschenverstand) ahnen können, dass bei den Sätzen nichts gespart wird beziehungsweise gespart werden kann.

So langsam setzt sich das auch bei den Gerichten durch, wie die taz berichtet. Diese bezieht sich auf eine interessante Urteilssammlung des Tacheles e.V.

Warum tun sich die Gerichte damit so schwer? Heißt es in der Verfassung nicht „im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen.“ Das mit den Menschen scheint manchmal in Vergessenheit zu geraten.



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Veröffentlicht24. Januar 2017 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt