Januar 30

Pfarrerdienstgesetz

Ein Braunschweiger Pfarrer hat sich von einer älteren Dame immer wieder mit Geld beschenken lassen, wie ich jetzt las. Im Rahmen dessen habe ich gelernt, dass es für die evangelische Kirche ein Pfarrerdienstgesetz gibt. Da gibt es etwas interessantes dazu

§ 32 Geschenke und Vorteile

(1) Pfarrerinnen und Pfarrern ist es mit Rücksicht auf ihre Unabhängigkeit und das Ansehen des Amtes untersagt, 1. Belohnungen, Geschenke, sonstige Zuwendungen oder Vorteile jedweder Art für sich oder ihre Angehörigen zu fordern, sich versprechen zu lassen oder anzunehmen, 2. Belohnungen, Geschenke, sonstige Zuwendungen oder Vorteile für einen Dritten zu fordern, sich versprechen zu lassen oder anzunehmen, soweit dies bei ihnen oder ihren Angehörigen zu einem wirtschaftlichen oder sonstigen Vorteil führt. Die Nummern 1 und 2 gelten auch für erbrechtliche Begünstigungen.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden 1. für ortsübliche Sachzuwendungen geringen Umfangs, 2. für Zuwendungen, die im Familien- und Freundeskreis üblich sind und keinen Bezug zum Dienst der Pfarrerin oder des Pfarrers haben, 3. für Erbschaften oder Vermächtnisse, soweit die Pfarrerin oder der Pfarrer zu den gesetzlichen Erben gehört.

(3) In besonders begründeten Fällen kann der Dienstherr die Annahme von Zuwendungen im Sinne des Absatzes 1 genehmigen. Die Genehmigung ist vor der Annahme der Zuwendung einzuholen.

Ich habe bei einer ersten Recherche nichts gefunden – aber gibt es sowas bei uns auch? Bestimmt. Sachdienliche Hinweise sind herzlich willkommen.



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Veröffentlicht30. Januar 2017 von bengoshi in Kategorie "Amtskirche