Februar 7

Schulen digitalisieren

Ich finde das mal wieder erstaunlich: Schüler wollen in Hessen ein Handy-Verbot an Schulen abschaffen. In dem Artikel fallen Sätze wie

In der Ende 2015 von der Deutschen Telekom Stiftung vorgelegten Studie „Schule digital“ fand sich Hessen auf den hinteren Plätzen wieder [PDF]. Demnach gestaltet weniger als ein Viertel der Lehrer den Unterricht wenigstens einmal pro Woche mithilfe digitaler Technologien.

In der Nachfolgestudie von 2016 [PDF] hat sich die Lage nur geringfügig gebessert: Hier sperrten sich immer noch 63 Prozent der Pädagogen gegen die regelmäßige Nutzung digitaler Medien. Die Schülervertreter sind mit dieser Situation unzufrieden.

Das die Nutzung digitaler Medien den Unterricht verbessert, ist scheinbar ein Axiom. Vielleicht könnten wir das mal hinterfragen und Zeit darin investieren, zu überlegen, wie die Einbindung digitaler Medien im Unterricht diesen konkret befördert? Klar kann man die Kreidetafel gegen ein Whiteboard tauschen. Aber was konkret wird da jetzt erstmal besser, wenn Lehrkräfte diese genauso verwenden, wie die alten Tafeln? Aber nach einem solchen Wechsel kann behauptet werden, die Schule sei digitalisiert und alles sei besesr.

Und was fordern die Schüler konkret?

„Gerade in Sachen Digitalisierung muss die Schule auf das reale Leben und den Beruf vorbereiten“, forderte Ponzi. Da sei eine gezielte Einbindung des Smartphones in den Unterricht eine logische Konsequenz. „Immer mehr Jobs werden digitaler, warum nicht auch die Schule?“

Ich fände es ja wichtiger, dass Kinder und Jugendliche lernen, sich auf einzelne Dinge zu konzentrieren und zu fokussieren. Dafür erkenne ich erstmal keinen Mehrwert beim Handy.



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Veröffentlicht7. Februar 2017 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt