Februar 26

Nichts ist so beständig, wie mangelndes Lernen aus der Geschichte

Man könnte den Eindruck gewinnen, als seien sogenannte Fake-News ein neues Phänomen. Nein, sind sie nicht. Ein Blick in die deutsche Geschichte lässt mich dabei an die Dolchstoßlegende denken. Weder sind solche „Fake-News“ also neu, noch sind sie ungefährlich. Aber lösen wir das Problem, in dem wir da die Presse regulieren? Da denke ich an den Überfall auf den Sender Gleiwitz. Bekannt ist das Zitat

Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.

Diese „Fake-News“ haben den Zweiten Weltkrieg eingeläutet, dass zeigt ihre Gefährlichkeit. Aber sie waren auch möglich, weil man Einfluss auf die Presse nahm. Ich glaube nicht, damit richten wir im Zweifel mehr Schaden als Nutzen an. Vielleicht haben das die Schaffer des Grundgesetzes bei der Pressefreiheit vor Augen gehabt. Manchmal ist ja auch die Wahrheit gar nicht so klar. Also brauchen wir bald ein Wahrheitsministerium, welches „Fake-News“ von „News“ trennt. Und wieder im Chor:

1984 wasn’t a manual.

Update: Beim Vatikan hat man sich nicht mit einer gefälschten Nachricht zufrieden gegeben, sondern gleich eine ganze Zeitung gefälscht.



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Veröffentlicht26. Februar 2017 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt