April 11

Monopole und nichts dazu gelernt

Die EU warnt davor, dass es in den Verwaltungen quasi ein Microsoft-Monopol gebe. Schönes Zitat aus dem verlinkten Artikel:

Die Redmonder gewännen „einen überwältigenden politischen Einfluss“, der in persönlichen Abhängigkeiten sowie der „Durchdringung von Schulen und Universitäten“ kulminiere, heißt es in der Analyse. Schüler und Lehrer erhielten Microsoft-Produkte zumeist kostenlos. Nach der Ausbildung, so das Kalkül, zahlten sie für den Rest ihres Lebens Lizenzgebühren. Das sei „das klassische Drogendealer-Modell“, urteilt Rufus Pollock vom Zentrum für Informationsrecht der Universität Cambridge. Auch werde das europäische Beschaffungs- und Wettbewerbsrecht „systematisch untergraben“.

So und dann erinnern wir uns nochmal an München. Glorreich hat man dort Limux eingeführt. Das war aber dann an allem schuld. Die IT konnte das zwar nicht verifizieren, aber es gab einen neuen begeisterten OB. Der hat mit der Technik bestimmt auch viel zu tun. Ich warte ja noch auf den Tag, wo begünstigende Zahlungen herauskommen…

Was ich so aus den Schulen höre, trifft das obige leider voll und ganz zu. Ebenso in den Büros, die mir so untergekommen sind. Wir waren schon einmal an dem Punkt, dass Microsoft ein Monopol hatte. Zumindest auf dem Server-Markt hat das Linux durchbrochen. Jetzt steuern wir wieder voll darauf zu. Meine These, dass nichts so stabil ist, wie das nicht aus der Geschichte gelernt wird, bestätigt sich leider (!) wieder.



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Veröffentlicht11. April 2017 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt