April 22

Erstkommunion – neue Wege gehen

Der emeritierte Thüringer Professor für Religionspädagogik Albert Biesinger wirbt dafür, die Familien in die Erstkommunionsvorbereitung klar mit einzubeziehen. Gleichsam warnt er dafür, mit selbstgestrickten Materialien von vorgestern zu arbeiten.

IMHO hat Biesinger genau den Punkt getroffen. Wir müssen die Familien mehr in Boot holen. In der Erstkommunionsvorbereitung sieht man die Kinder ein bis zwei Stunden die Woche. Da kann man etwas anreisen, aber das Ruder nicht herumreißen. Im elterlichen Haushalt kann das tägliche Gebet stattfinden und der Besuch der Messe zur Gewohnheit werden lassen, auch wenn die Erstkommunion durch ist. Das kann nicht Aufgabe der Kinder sein, dafür sind sie zu jung. Wir müssen den Sakramentenunterricht aufgrund der veränderten Umwelt verändern. Da spricht mir Biesinger aus dem Herzen. Bis jetzt erklärte ich mir aber mit der veränderten „Umwelt“ das die traditierten Konzepte nicht in ein säkularisiertes Berlin passen. Insoweit bin ich ein wenig überrascht bis erschrocken, dass diese Ideen aus Thüringen kommen.



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Veröffentlicht22. April 2017 von bengoshi in Kategorie "Glaubenspraxis