November 10

Burger kaufen keine Burger

Frei nach Henry Ford kaufen Burger keine Burger. Ich war neulich mit meinem Sohn in dem Laden mit dem großen M. Ja, jetzt ist es raus. Wir haben uns da ein Eis beziehungsweise Kaffee geholt. Diente aber nur soziologischen Studien 😉 Wie wir dort nämlich feststellten, läuft die Bestellung über Terminals elektronisch. Für den Kunden geht es schneller und für die Kette spart es Personal. Da war nur noch ein Mitarbeiter hinter dem Tresen, sonst hätten da der Kassen nach drei oder vier gestanden.

Während wir so warteten bis unsere Sachen fertigstellt wurden, sinnierten wir darüber, was das so bedeutet – sprich, Arbeitsplätze im niedrigqualifizierten Bereich fallen weg. Wir überlegten dann zusammen, was noch so technisch notwendig sei, bis der Mensch weiter- oder sogar vollständig wegrationalisiert sei. Jetzt habe ich gelesen – unsere Utopien des Vollautomatenrestaurants sind schon ganze Schritte weiter. Die Burger werden schon mal mit Robotern gebraten und das bedeutend schneller, als es Menschen hinbekommen. Schöner Satz – der Mensch braucht da nicht mehr im spritzenden Fett rumstehen. Schon klar. Der sitzt nämlich jetzt arbeitslos zu Hause. Ich bin da als Nerd immer gruselfasziniert – fasziniert von der Technik, gruselnd vor den Auswirkungen. Ich muss da wiederholen:

Frei nach Henry Ford kaufen Burger keine Burger.



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Veröffentlicht10. November 2017 von bengoshi in Kategorie "frisch aufgeschnappt