September 14

mangelndes Sicherheitsbewusstsein

Ich bin immer wieder auf ’s neue von einem mangelnden Sicherheitsbewusstsein hinsichtlich IT fasziniert, nein, schockiert. Wir schnallen uns im Auto mit absoluter Selbstverständlichkeit an, wir diskutieren über eine Helmpflicht bei Fahrradfahrern und wir schließen unsere Tür ab und investieren gegebenenfalls in entsprechende Haussicherheitstechnik. Bei der IT hört das aber alles auf. Wie oft habe ich schon in tiefen Zeiten von Windows gehört – ach Sicherheit, ich habe einen Virenscanner, was soll da passieren. Gleichzeitig höre ich immer wieder von einer Panik beispielsweise hinsichtlich Homebanking. Die Gefahr, dass Dir um die Ecke einer eins über die Rübe haut und Dein Portemonnaie wegnimmt, ist höher. Aber die Überweisungsträger aus „Sicherheitsgründen“ per Hand ausfüllen und mit einem nicht gepatchten Windows irgendwelche Streamingseiten ansurfen. Das ist der private Bereich. Wirklich dramatisch finde ich, dass sich das leider auf Unternehmen und den Staat durchzieht. Bei Unternehmen gelten Hackerangriffe als etwas unabwendbares wie Erdbeben. Da kann man nichts für, da muss man durch. Ich habe es beispielsweise in mehreren Betrieben erlebt, dass Diskussionen über Backup-Strukturen erfolglos waren.

Warum mir das gerade so hoch kommt? Nimm Dir mal eine halbe Stunde Zeit. Lies erst den Zeit-Artikel über die Wahlauszählungssoftware und lies dann das lesbare und lesenswerte Papier des CCC dazu. Der Hersteller sagt – hat ja keiner gefordert. Die Kommunen sagen – worum geht es. Und die zuständige Behörde BSI hat keine Handhabe. Die darf nur Empfehlungen aussprechen und kann ansonsten sich mal unter der Achsel kratzen. Wir diskutieren die Notwendigkeit von Breitband. Das ist ungefähr so, als wenn wir darüber sprechen, dass Autos dringend schneller über 200 km/h fahren müssen, aber mit einer Sicherheitstechnik wie ein Trabbi. Scheiß was drauf, wird schon gut gehen und die anderen Verkehrsteilnehmer sind im Zweifel Schuld. Nachdem mir die Galle schon nach dem Lesen des CCC-Papiers im Magen lag, musste ich sie ausspucken, nachdem ich die Recherche von Golem zur Sicherheit von Windparks las. Scheiße, scheiße, scheiße – wir haben eine Infrastruktur, von der wir Zweifel abhängig sind. Und die Hersteller sagen, ach na ja, die Betreibe sagen worum geht es und die Verwaltung fühlt sich nicht zuständig. Wir gehen im Zweifel nicht an der Industrie 4.0 kaputt, sondern an irgendwelchen Scriptenkiddies. Davor habe ich mehr Angst als vor Nordkorea, Russland oder Türkei.

Es ist wie beim Backup – die Frage ist nicht, ob Du es brauchst, sondern nur wann. Bei der Frage IT-Sicherheit müssen wohl mal die Lichter ausgehen, bis sich ein Gefühl für die Notwendigkeit einstellt. Jedes Fahrrad hat gesetzliche Bedingungen, unter denen es auf die Straße darf. Bei IT wird nur darauf geachtet, dass das Netzteil eine Sicherung hat. Und nein, das ist kein unabwendbares Schicksal. Wer sich mal die Mühe macht, den Artikel von Golem zu lesen wird feststellen, die meisten Sachen sind vermeidbar. Wenn ich mir schon als Laie sage – das war sogar mir bekannt – dann läuft da was schief. Hoffentlich bin ich im Urlaub, wenn das Licht ausgeht.

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Mai 5

Stammtisch reload

Okay, der Stammtisch war leider nicht. Aber im CafeJ ist heute Abend ab 19 Uhr Cocktail-Abend. Dieser ist offen, insofern eine gute Gelegenheit andere aus der Gemeinde kennen zu lernen. So beispielsweise Jugend+, die sich heute Abend dort trifft.

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Februar 12

Städter und Strukturreformen

Ich erkenne ja keine wirkliche Alternativen zu einem Prozess wie Wo Glauben Raum gewinnt. Wir stehen vor Veränderungen in der Kirche und müssen diese angehen, besser gestern als heute. Da mag man über Details streiten, aber die Richtung ist für mich klar. Dieser Artikel hat mich doch etwas nachdenklich gestimmt. Leider – was nun nicht Schuld des Autors ist – bezieht er sich auf die Probleme der ländlichen Situation. Ich bin Städter und maße mir nicht an, die ländlichen Probleme wirklich beurteilen zu können. Umgekehrt kann ich so nicht gut sagen, ob die dargestellte Kritik auf die Lebenswirklichkeit in einer Stadt übertragbar sind. Entscheidend finde ich aber die Aussagen, dass wir vorsichtig sein müssen, das Ehrenamt nicht mit solchen Prozessen zu töten. Das wäre tödlich.

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Januar 11

Pause

Eigentlich schreibe ich immer ein paar Beiträge im Voraus, so dass auch wenn ich mal einen Tag keine Zeit habe oder sich nichts findet, einer pro Tag erscheint. Dafür gibt es Tage, da sprudelt es. Leider bin ich erkrankt. Und gleich so, dass sogar der Vorrat aufgebraucht ist. Ich muss hier also erstmal eine Pause einlegen.

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Dezember 20

Politisches Evangelium

„Das Evangelium in sich ist unpolitisch“, ergänzte der Wissenschaftler. Daher sei es zwar als Leitlinie für individuelles Verhalten geeignet, aber nicht im selben Maße für die Lösung politischer Fragen.

Das las ich jetzt im Domradio. Ach ja? Was ist denn dann bitte Befreiungstheologie? Oder Jesus

So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.

Ich finde das hochpolitisch. Dieses wunderbare Buch von Heiner Geißler: „Was würde Jesus heute dazu sagen? – Die politische Botschaft des Evangeliums“ könnte es ohne ein politisches Evangelium gar nicht geben. Wo wir gerade bei den Jesuiten sind – „Politisch handeln„. Fragen zu der Asyl- und Flüchtlingspolitik beantworten sich klar, wenn mir bewusst wird, dass Jesus ohne ein Asyl in Ägypten bereits als Baby getötet worden wäre und uns nicht die Frohe Botschaft gebracht worden wäre. Mir ist aber schon klar, wie man zu der Aussage kommt: Entweder man liest die Evangelien nicht oder man will nicht hören, was da steht.

Auf einen ähnlichen Satz wie oben gibt es hier noch einen schönen Blogbeitrag, der einen Klick lohnt.

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November 16

Benachteiligung

Ich darf mich gerade mit dem Thema Genderismus beschäftigen. Und dabei bin ich in dem Werk Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendarbeit von Lotte Rose über einen interessanten Satz gestoßen. Es geht um ein Konzept, eine Beschreibung zum Thema Gender Mainstreaming (S. 10):

Frauen und Männer unterscheiden sich nicht dadurch, ob sie von Beschränkungen betroffen sind, sondern nur darin, von welchen Beschränkungen sie betroffen sind.

Jetzt dämmert mir auch, was mein Problem mit dieser Ideologie ist: Eine Welt frei von Beschränkungen, in der jeder sich frei entfalten kann, kommt in deren Weltbild gar nicht vor. Ich sehe auch die (Geschlechter-) Diskriminierung und wir müssen diese abbauen. Und auch wenn es ein langer Weg ist, ist mein Ziel, dass sie irgendwann nicht mehr da ist. Diesem Zitat nach scheint man bei dieser Art von Denke Angst zu haben, sich selbst abzuschaffen. Auch wenn ich es mir wünschte, aber ich befürchte, den Tag werden wir nicht mehr erleben.

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Oktober 8

Unfassbar

Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Punkt aus fertig. Könnte man denken. Bei einer Umfrage, wann diese in Ordnung sei, kam es aber doch zu erstaunlichen Ergebnissen. Wenn sie ihn sexuell anmacht, finden eine Vergewaltigung sogar 42% der Frauen in Ordnung. Da fällt mir nix mehr zu ein…

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