April 24

Die außerordentliche Form des römischen Ritus

Ich war gestern erstmals bei einer Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, also die sogenannte tridentinische oder „alte“ Messe. Ja, genau, die in Latein und bei der der Priester überwiegend in der gleichen Richtung wie die Gemeinde steht. Ich war dafür in St. Afra vom Institut Philipp Neri in Berlin.

Kurzum – ich kann jetzt gut verstehen, warum einige sagen, dass wir mit der Liturgiereform mit dem II. Vatikanum etwas verloren haben. Das haben wir. Gleichzeitig haben wir aber auch etwas gewonnen, dass ich nicht wieder hergeben möchte. Meine Empfehlung: Wer noch nicht in einer Messe im außerordentlichen Ritus war, sollte diese unbedingt mal besuchen und sich mit ihrer Liturgie beschäftigen. Und wer noch nicht in einer Messe im ordentlichen Ritus war, sollte diese unbedingt mal besuchen und sich mit ihrer Liturgie beschäftigen… kurzum, ich bin froh, dass wir beide haben und hoffentlich beide erhalten.

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April 22

Erstkommunion – neue Wege gehen

Der emeritierte Thüringer Professor für Religionspädagogik Albert Biesinger wirbt dafür, die Familien in die Erstkommunionsvorbereitung klar mit einzubeziehen. Gleichsam warnt er dafür, mit selbstgestrickten Materialien von vorgestern zu arbeiten.

IMHO hat Biesinger genau den Punkt getroffen. Wir müssen die Familien mehr in Boot holen. In der Erstkommunionsvorbereitung sieht man die Kinder ein bis zwei Stunden die Woche. Da kann man etwas anreisen, aber das Ruder nicht herumreißen. Im elterlichen Haushalt kann das tägliche Gebet stattfinden und der Besuch der Messe zur Gewohnheit werden lassen, auch wenn die Erstkommunion durch ist. Das kann nicht Aufgabe der Kinder sein, dafür sind sie zu jung. Wir müssen den Sakramentenunterricht aufgrund der veränderten Umwelt verändern. Da spricht mir Biesinger aus dem Herzen. Bis jetzt erklärte ich mir aber mit der veränderten „Umwelt“ das die traditierten Konzepte nicht in ein säkularisiertes Berlin passen. Insoweit bin ich ein wenig überrascht bis erschrocken, dass diese Ideen aus Thüringen kommen.

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März 28

Werbepause – die Jugend und das Kreuz

Ich muss die Gelegenheit für eine Werbepause nutzen… die Jugend der evangelischen Gemeinde am Weinberg und von der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde veranstalten gemeinsam den diesjährigen ökumenischen Jugendkreuzweg. Jugend heißt mit Videosequenzen und so. Sehenswert. Freitag, 31. März von 18.00 Uhr bis 18.45 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche, Fehrbelliner Straße 99. Für Jugendliche gibt es danach noch die Möglichkeit im CafeJ ein wenig zusammen zu sitzen.

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März 24

Werbepause

Es gibt Dinge, die dürfen, nein sollten breit getreten werden. Dazu gehört das Gebetshaus Augsburg. Heute Abend gibt es um 19 Uhr im CafeJ einen Erfahrungsbericht dazu. Lohnt sich bestimmt!

Das Gebetshaus Augsburg sagt Dir nichs? Let it google me for you:

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Februar 15

Perle gefunden – Berg zum Prophet oder Prophet zum Berg

Ich stimme ja auch gerne in das Lied mangelnder Gottesdienstbesucher ein. Hier hat ein evangelischer Pfarrer Konsequenzen gezogen – kommen die Menschen nicht zum ihm in die Kirche, geht er halt zu ihnen nach Hause. Verbunden mit dem Angebot „Leih Dir einen Pastor“ hilft er Einkaufen, Rasen mähen oder ähnlichem – wenn es danach ein Gespräch über Gott gibt. Nimm Dir die zwei Minuten für diesen Artikel. Herr Pastor Paar – you made my day.

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Januar 23

Newbie

Ostern steht ja schon quasi vor der Tür und damit die zu erwartenden Taufen. Hier gibt es einen netten Artikel „Fünf Regeln für einen neuen Katholiken“. Ich musste dabei schon ein wenig Schmunzeln. Und manches sah ich eher kritisch: Ja, wer in die katholische Welt neu einsteigt, hat viel zu lernen. Aber meiner Erfahrung nach, kennen sich in Berlin die Zugezogenen besser aus als die hier Geborenen. Wer umzieht / konvertiert, ist neugierig. Der- oder diejenige geht auf Entdeckungsreise, hinterfragt Dinge, die die damit groß gewordenen ungefragt stehen lassen. Konvertiten und Zugezogene sind eben nicht nur Newbies, sondern bringen frischen Wind und lassen oft Nachdenklich werden.

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Januar 9

Gleichheit

Diese vermeintliche Alternative schreibt in ihrem Wahlprogramm

Das Minarett lehnt die AfD als islamisches Herrschaftssymbol ebenso ab wie den Muezzinruf, nach dem es außer dem islamischen Allah keinen Gott gibt.

Wenn wir den Gleichheitssatz nach Artikel 3 Grundgesetz nicht gleich über Bord werfen wollen – was ich diesem Mob ja zutraue – dann gleiches Recht für alle. Lehnen wir die eine Religion aufgrund ihres Absolutheitsanspruchs ab, dann auch andere mit diesem Anspruch. Wie heißt es im großen Glaubensbekenntnis?

Wir glauben an den einen Gott […]

Ich vermute, dass diesen scheinbaren Christen in der AfD das deshalb nicht bewusst ist, weil der letzte Kirchenbesuch so lange her ist. Wir sitzen bei den Angriffen gegen die Religionsfreiheit mit den Muslimen in einem Boot. Wenn sich das bei den in Deutschland lebenden Christen rumspricht, sind circa 60% gegen die AfD immun.

Darüber hinaus sprach der Herr:

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